{"id":504,"date":"2013-01-30T17:52:01","date_gmt":"2013-01-30T15:52:01","guid":{"rendered":"https:\/\/baerdel.de\/maerchen\/?p=504"},"modified":"2017-03-26T17:55:39","modified_gmt":"2017-03-26T15:55:39","slug":"mali-oder-die-ironie-der-geschichte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/baerdel.de\/maerchen\/2013\/01\/mali-oder-die-ironie-der-geschichte\/","title":{"rendered":"Mali oder die Ironie der Geschichte"},"content":{"rendered":"<p>\u201cOnkel Kulle?\u201d<\/p>\n<div align=\"center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/baerdel.macbay.de\/baerdel\/kulle5.jpg\" alt=\"Kulle\" width=\"440\" height=\"330\" \/><\/div>\n<p>Es war ein klarer Wintertag in B\u00e4renleben, Kulle fror in seinem braunen Pelz, denn er studierte lieber, als sich der Winterruhe in der gem\u00fctlichen H\u00f6hle hinzugeben. Na und Nuk, die Eisb\u00e4renzwillingsschwestern, lebten dagegen bei solchen Temperaturen auf \u2013 ihretwegen h\u00e4tte es ruhig noch deutlich k\u00e4lter sein k\u00f6nnen.<\/p>\n<div align=\"center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/baerdel.macbay.de\/baerdel\/nanuk.jpg\" alt=\"Kulle\" width=\"400\" height=\"300\" \/><\/div>\n<p>\u201cOnkel Kulle, d\u00fcrfen wir Dich was fragen?\u201d<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich durften sie. Kulle tat nichts lieber, als Fragen zu beantworten. Je schwieriger, desto besser.<\/p>\n<p>\u201cOnkel Kulle, wir haben im Internet und in der Zeitung gelesen, dass die franz\u00f6sische Armee in Mali einmarschiert ist. Weil da islamistische Fundamentalisten oder so den Menschen verboten haben zu singen. Oder so. Und wir verstehen das alles nicht.\u201d<\/p>\n<p>\u201cWisst ihr, wo und was Mali ist?\u201d<\/p>\n<p>\u201cJa.\u201d<\/p>\n<p>\u201cWisst Ihr auch, was islamistische Fundamentalisten sind?\u201d<\/p>\n<p>\u201cNicht so richtig.\u201d<\/p>\n<p>\u201cHat Atti Euch genug \u00fcber Rohstoffe und \u00d6konomie beigebracht, so dass Ihr Euch fit f\u00fchlt?\u201d<\/p>\n<p>\u201cTante Atti hat uns ordentlich getriezt.\u201d<\/p>\n<p>\u201cUnd wie alt seid Ihr jetzt?\u201d<\/p>\n<p>\u201cWir haben nicht gez\u00e4hlt, ehrlich gesagt. F\u00fcnf. mindestens.\u201d<\/p>\n<p>\u201cGut. Dann ist es jetzt Zeit, dass Ihr etwas \u00fcber Mali lernt. Und dass Ihr lernt, gegen den Strich zu denken.\u201d<\/p>\n<p>\u201cDas zweite verstehen wir nicht, Onkel Kulle. Tante Atti hat uns nur gesagt, dass wir nicht auf den Strich gehen sollen. Denken hat sie in diesem Zusammenhang nicht erw\u00e4hnt.\u201d<\/p>\n<p>Gute alte Athabasca, dachte Kulle. Auf welchen Strich sollten junge Eisb\u00e4rinnen in Dehland schon gehen?<\/p>\n<p>\u201cIlam. Lami. Mila\u201d, sagte Kulle.<\/p>\n<p>\u201cH\u00e4?\u201d machte Na.<\/p>\n<p>\u201cHier zeigt sich wieder die intellektuelle \u00dcberlegenheit der Erstgeborenen!\u201d freute sich Nuk und reckte ihre Nase in die Luft. \u201cDas sind alles Anagramme f\u00fcr ,Mali\u2018.\u201d<\/p>\n<p>\u201cStimmt!\u201d sagte Kulle. \u201cWer Anagramme knacken kann, der kann vorw\u00e4rts und r\u00fcckw\u00e4rts denken, der f\u00e4llt nicht auf eine falsche Reihenfolge rein und kann auch L\u00fcgen erkennen. Der kann gegen den Strich denken. Wer das kann, erkennt auch Ironie, denn Ironie arbeitet mit Falschaussagen. Ironie verkehrt Fakten in ihr Gegenteil. Das ist bestimmt neu f\u00fcr Euch, oder?\u201d<\/p>\n<p>\u201cEs ist neu, Onkel Kulle.\u201d Auch Nuk war jetzt recht kleinlaut. \u201cUnd \u2013 ist das nicht schrecklich schwer?\u201d<\/p>\n<p>Kulle schob die beiden Kinder in die Richtung der Schlafh\u00f6hle, machte selbst einen kurzen Umweg zur K\u00fcche, folgte dann und suchte ihnen allen dort ein gem\u00fctliches Eckchen. \u201cWird schon werden,\u201d sagte er.<\/p>\n<p>Nanuk waren begeistert \u00fcber die Haseln\u00fcsse mit Fischgeschmack, die Kulle mitgebracht hatte, und erz\u00e4hlten beim Knabbern bereitwillig, was sie wussten.<\/p>\n<p>\u201cUnd welche Regierung hat Mali?\u201d erkundigte sich Kulle, nachdem ihnen die Puste ausgegangen war.<\/p>\n<p>\u201cVor einem Jahr gab es einen Milit\u00e4rputsch. Mali ist eine Milit\u00e4rdiktatur.\u201d<\/p>\n<p>\u201cAlso ist die franz\u00f6sische Armee in Mali einmarschiert, um eine Diktatur zu verteidigen?\u201d<\/p>\n<p>\u201cOnkel Kulle, jetzt spinnst Du aber. Das kann doch nicht sein, dass\u2026\u201d Na hielt sich die Pfote vor den Mund, erschrocken \u00fcber ihre Unh\u00f6flichkeit dem \u00c4lteren gegen\u00fcber. In B\u00e4renleben gab man viel auf das Seniorit\u00e4tsprinzip.<\/p>\n<p>Kulle zeigte keine Reaktion, er wartete einfach ab. Na schielte hilfesuchend zu Nuk. Aber ihre \u201cgro\u00dfe\u201d Schwester lie\u00df sie, wie so h\u00e4ufig, auflaufen.<\/p>\n<p>Cool sagte sie: \u201cDas kann vielleicht doch sein. Wenn die Fundamentalisten noch viel schlimmer sind als die Diktatoren.\u201d<\/p>\n<p>\u201cSie sind wahrscheinlich wirklich viel schlimmer\u201d, kommentierte Kulle. \u201cSie haben nicht nur Musik, Tanzen und Rauchen verboten, sie verbieten allen Frauen alles, au\u00dfer ihrem Mann zu gehorchen. Aber brutale Gewalt gibt es in vielen Weltgegenden, und die franz\u00f6sische Armee l\u00e4sst das genauso kalt wie die dehl\u00e4ndische Regierung. Die hilft den Franzosen n\u00e4mlich. Warum also gerade Mali?\u201d<\/p>\n<p>Na und Nuk zermalmten ger\u00e4uschvoll die letzten beiden Haseln\u00fcsse. Kulle g\u00f6nnte sie ihnen gerne \u2013 er bevorzugte andere Geschmacksrichtungen. Danach wurde es sehr still.<\/p>\n<p>\u201cRohstoffe?\u201d Kulle gab ein Stichwort.<\/p>\n<p>\u201cNa klar, Uran!\u201d Das kam wie aus der Pistole geschossen von beiden. \u201cFrankreich f\u00f6rdert Uran im Niger, das ist gleich nebenan. Frankreich lebt von Strom aus 58 Atomreaktoren, und Frankreich ist Nuklearmacht.\u201d Nas genauere Erkl\u00e4rung sollte ihren Fauxpas vergessen machen.<\/p>\n<p>\u201cGut!\u201d lobte Kulle. \u201cDas ist die Antwort auf die Frage nach dem ,Warum\u2018 des Einmarsches. Ein anderes ,Warum\u2018 gibt es aber auch noch: Warum sind die Fundamentalisten so gut bewaffnet, dass sie den hochger\u00fcsteten Franzosen tats\u00e4chlich M\u00fche bereiten? Das steht zwar auch in den Zeitungen, aber nur in den besseren. Soll ich\u2018s Euch erkl\u00e4ren?\u201d<\/p>\n<p>\u201cJa, bitte!\u201d Anders als Menschenkinder konnte die Jugend in B\u00e4renleben nie genug vom Lernen bekommen.<\/p>\n<p>\u201cAlgerien liegt im Norden Malis, das wisst Ihr ja. Der Staat \u00f6stlich von Algerien ist Libyen. Die Grenzen stehen in der menschenleeren Sahara weitgehend auf dem Papier. Man kann sich in dieser W\u00fcste frei bewegen, wenn man daf\u00fcr ausger\u00fcstet ist.<\/p>\n<p>Im Oktober 2011 wurde in Libyen der Diktator Muammar-el-Gaddafi gest\u00fcrzt und get\u00f6tet. Um seine Herrschaft zu festigen, hatte er ein riesiges Waffenarsenal angeh\u00e4uft. Viele der Nomaden in seinem Land, die Tuareg, bezahlte er, damit sie f\u00fcr ihn k\u00e4mpften. Als Gaddafi tot war, bekamen sie kein Geld mehr, aber sie wussten, wo die Waffen waren, und sie nahmen sie. Sie gingen dahin, wo man mit K\u00e4mpfen auch weiterhin \u00fcberleben konnte. Zum Beispiel in Mali.<\/p>\n<p>Es gibt in den nordafrikanischen Staaten auch noch andere gut organisierte Krieger, Krieger f\u00fcr den Islam, wie sie behaupten. Und es gibt Staaten im Nahen Osten, deren Regierungen wollen, dass der Islam siegt. Sie wollen einen Islam, der nur die eigene Religion gelten l\u00e4sst und alles andere verfolgt. So ein Staat ist Saudi-Arabien. Saudi-Arabien unterst\u00fctzt die K\u00e4mpfer f\u00fcr den Islam in Nordafrika mit Waffen.\u201d<\/p>\n<p>\u201cAber mit Saudi-Arabien ist Dehland doch befreundet!\u201d Na konnte ihren Mund schon wieder nicht halten.<\/p>\n<p>Diesmal nickte Kulle anerkennend. \u201cDu hast gut aufgepasst! Dehland ist mit Saudi-Arabien so gut befreundet, dass es dem Land viele Waffen verkauft hat \u2013 Waffen im Wert von 30 Millionen Euro. Riad m\u00f6chte noch viel mehr Produkte der dehl\u00e4ndischen R\u00fcstungsindustrie, vor allem Panzer.\u201d<\/p>\n<p>\u201cHei\u00dft das etwa\u2026\u201d Nuk unterbrach sich selbst. \u201cNein, das kann nicht sein!\u201d<\/p>\n<p>\u201cMan soll auf dieser Welt nie etwas ausschlie\u00dfen, wenn es um Menschen geht\u201d, kommentierte Kulle.<\/p>\n<p>\u201cHei\u00dft das etwa, dass die franz\u00f6sischen und vielleicht auch bald die dehl\u00e4ndischen Soldaten gegen Islamisten k\u00e4mpfen, die Waffen haben, die Dehland verkauft hat?\u201d<\/p>\n<p>\u201cGenau das hei\u00dft es.\u201d<\/p>\n<p>\u201cDas ist aber komisch!\u201d<\/p>\n<p>\u201cJa, komisch ist es schon, aber \u2013 k\u00f6nnt Ihr dar\u00fcber lachen?\u201d<\/p>\n<p>\u201cNat\u00fcrlich nicht, Onkel Kulle!\u201d<\/p>\n<p>\u201cRecht habt Ihr: nat\u00fcrlich nicht. Aber eine erste Ann\u00e4herung an Ironie ist Euch gelungen: Das, was Dehland erwartet hat, n\u00e4mlich dass die Saudis mit ihren dehl\u00e4ndischen Waffen auf Sandd\u00fcnen schie\u00dfen oder L\u00f6cher bohren, um ihr \u00d6l zu f\u00f6rdern, oder zumindest die b\u00f6sen Iraner bek\u00e4mpfen, ist nicht eingetreten. Stattdessen \u2013 aber das wisst Ihr ja jetzt. Das nennt man Ironie der Welt oder Ironie der Geschichte.\u201d<\/p>\n<p>\u201cDas ist aber schwierig, Onkel Kulle!\u201d<\/p>\n<p>\u201cStimmt! Aber Ihr seid kluge M\u00e4dchen, Ihr seid erst f\u00fcnf oder sechs Jahre \u2013 Menschenkinder verstehen Ironie erst, wenn sie doppelt so alt sind. \u2013 Und jetzt singen wir ein Lied, wenn Ihr m\u00f6gt, sozusagen gegen die Islamisten, die das Singen verbieten wollen. Habt Ihr Lust?<\/p>\n<p>\u201cAu ja!\u201d<\/p>\n<p>\u201cSch\u00f6n, sagte Kulle, z\u00fcckte sein Smartphone und spielte ihnen den Song vor.<\/p>\n<p>He is five foot two,<\/p>\n<p>And he&#8217;s six feet four,<\/p>\n<p>He fights with missiles and with spears,<\/p>\n<p>He&#8217;s all of thirty-one,<\/p>\n<p>And he&#8217;s only seventeen,<\/p>\n<p>He&#8217;s been a soldier for a thousand years.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>He&#8217;s a Catholic, a Hindu,<\/p>\n<p>An atheist, a Jain,<\/p>\n<p>A Budhist, and a Baptist and a Jew,<\/p>\n<p>And he knows, he shouldn&#8217;t kill,<\/p>\n<p>And he knows, he always will,<\/p>\n<p>Killing for me, my friend, and me for you.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>And he&#8217;s fighting for Canada,<\/p>\n<p>He&#8217;s fighting for France,<\/p>\n<p>He&#8217;s fighting for the USA<\/p>\n<p>And he&#8217;s fighting for the Russians,<\/p>\n<p>He&#8217;s fighting for Japan,<\/p>\n<p>And he thinks we&#8217;ll put an end to war this way.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>And he&#8217;s fighting for democracy,<\/p>\n<p>He&#8217;s fighting for the Reds,<\/p>\n<p>He says it&#8217;s for the peace of all,<\/p>\n<p>He&#8217;s the one who must decide,<\/p>\n<p>Who&#8217;s to live and who&#8217;s to die,<\/p>\n<p>And he never sees the writing on the wall.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>But without him, how would Hitler<\/p>\n<p>Have condemned him at Lw&#8217;ow,<\/p>\n<p>Without him Cesar would have stood alone,<\/p>\n<p>He&#8217;s the one, who gives his body<\/p>\n<p>As a weapon of the war,<\/p>\n<p>And without him all this killing can&#8217;t go on.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>He&#8217;s the universal soldier,<\/p>\n<p>And he really is to blame,<\/p>\n<p>His orders come from far away, no more,<\/p>\n<p>They come from here and there,<\/p>\n<p>And you and me and brothers,<\/p>\n<p>Can&#8217;t you see,<\/p>\n<p>This is not the way we put the end to war.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u201cDas ist aber ein trauriges Lied, Onkel Kulle\u201d, sagte Nanuk.<\/p>\n<p>\u201cDas ist es!\u201d best\u00e4tigte Kulle.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201cOnkel Kulle?\u201d Es war ein klarer Wintertag in B\u00e4renleben, Kulle fror in seinem braunen Pelz, denn er studierte lieber, als sich der Winterruhe in der gem\u00fctlichen H\u00f6hle hinzugeben. Na und Nuk, die Eisb\u00e4renzwillingsschwestern, lebten dagegen bei solchen Temperaturen auf \u2013 ihretwegen h\u00e4tte es ruhig noch deutlich k\u00e4lter sein k\u00f6nnen. \u201cOnkel Kulle, d\u00fcrfen wir Dich was&hellip; <a class=\"more-link\" href=\"https:\/\/baerdel.de\/maerchen\/2013\/01\/mali-oder-die-ironie-der-geschichte\/\"><span class=\"screen-reader-text\">Mali oder die Ironie der Geschichte<\/span> weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_crdt_document":"","footnotes":""},"categories":[9,17],"tags":[],"class_list":["post-504","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-kulle3-2","category-politische-marginalien","entry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/baerdel.de\/maerchen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/504","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/baerdel.de\/maerchen\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/baerdel.de\/maerchen\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/baerdel.de\/maerchen\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/baerdel.de\/maerchen\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=504"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/baerdel.de\/maerchen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/504\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":505,"href":"https:\/\/baerdel.de\/maerchen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/504\/revisions\/505"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/baerdel.de\/maerchen\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=504"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/baerdel.de\/maerchen\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=504"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/baerdel.de\/maerchen\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=504"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}