{"id":416,"date":"2000-03-12T14:44:16","date_gmt":"2000-03-12T12:44:16","guid":{"rendered":"https:\/\/baerdel.de\/maerchen\/?p=416"},"modified":"2017-04-08T17:21:50","modified_gmt":"2017-04-08T15:21:50","slug":"der-erste-tag","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/baerdel.de\/maerchen\/2000\/03\/der-erste-tag\/","title":{"rendered":"Der erste Tag"},"content":{"rendered":"<p><span class=\"firstchar\">D<\/span>ie B\u00e4ren, der Frosch und das Schwein hatten sich f\u00fcr die erste Nacht gem\u00fctlich eingerichtet, und die meisten hatten auch gut geschlafen. Einige allerdings, vor allem die jungen, zeigten am Morgen leicht rot ger\u00e4nderte Augen. Sie waren nachts neugierig aus der H\u00f6hle nach drau\u00dfen gewandert und hatten sich an dem fremden Sternenhimmel, der so ungewohnt klar war und an dem der Halbmond auf dem R\u00fccken lag, lange nicht sattsehen k\u00f6nnen. Aber auch sie krochen fr\u00fch aus den Schlafecken \u2013 der erste Tag lag vor ihnen, und sie wollten keine Sekunde von ihm vers\u00e4umen.<br \/>\nWortlos h\u00e4uften die B\u00e4renfrauen kleine Beerenh\u00fcgel in der Mitte der H\u00f6hle auf, aber sie wurden unangenehm laut, als einige Jungm\u00e4nner sich auf die Nahrung st\u00fcrzen wollten, als sei deren Bereitstellung eine Selbstverst\u00e4ndlichkeit.<br \/>\n&#8222;Stop!&#8220; sagte Dina. &#8222;Zuerst mal hei\u00dft das: &#8218;Danke!&#8216; Und zweitens m\u00f6chte ich, da\u00df wir jetzt alle zivilisiert gemeinsam fr\u00fchst\u00fccken und sich nicht jeder heimlich irgendwohin verkr\u00fcmelt und pl\u00f6tzlich verschwunden ist!&#8220;<br \/>\n&#8222;Danke!&#8220; sagte B\u00e4rdel besch\u00e4mt, und auch viele andere murmelten \u00e4hnliches oder nickten mit gesenkten Blicken. Sie sch\u00e4mten sich, weil die Frauen f\u00fcr sie alle gearbeitet hatten und weil Dina genau ihre Gedanken gelesen hatte. &#8222;Danke!&#8220; wiederholte B\u00e4rdel. &#8222;Wo habt Ihr denn in der fremden Umgebung so schnell die vielen Beeren finden k\u00f6nnen?&#8220;<br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.baerdel.de\/baerdel\/ramses2.jpg\" alt=\"Ramses\" width=\"440\" height=\"330\" align=\"Right\" border=\"5\" \/> &#8222;Ramses hat sie uns gezeigt. Sie wachsen massenhaft gleich hier hinter der H\u00f6hle. Serviceberries hat er sie genannt. Er sagt, es gebe viel davon, und alle Tiere liebten sie. Das Zeug schmeckt ziemlich sauer, aber das spricht f\u00fcr seinen hohen Gehalt an Vitamin C. Also: La\u00dft es euch schmecken!&#8220;<br \/>\n&#8222;Hmhm&#8220;, machte B\u00e4rdel, nachdem er die erste Handvoll gegessen hatte und sich bem\u00fchte, nicht das Gesicht zu verziehen. Die Beeren war nicht nur ziemlich sauer, sie waren sehr sauer. &#8222;Interessant! Ein v\u00f6llig neuer Geschmack! Wir sollten uns also auch bei Ramses f\u00fcr die leckere Mahlzeit bedanken.&#8220;<br \/>\nDie Mienen der meisten B\u00e4ren dr\u00fcckten aus, da\u00df sie die Bewertung &#8222;lecker&#8220; keineswegs f\u00fcr zutreffend hielten, aber niemand widersprach. Stattdessen sahen sich alle suchend um \u2013 wo war Ramses?<br \/>\n&#8222;Ramses ist drau\u00dfen&#8220;, sagte Tumu. &#8222;Er hat uns erkl\u00e4rt, da\u00df er es als Frosch nicht gewohnt ist, sich in H\u00f6hlen aufzuhalten. Aber wir sollen ihn jederzeit rufen, wenn wir ihn brauchen.&#8220; Sie behielt f\u00fcr sich, da\u00df die K\u00f6rperausd\u00fcnstungen der B\u00e4ren und des Schweins f\u00fcr den kleinen Frosch offenbar alles andere als angenehm waren.<br \/>\nB\u00e4rdel tappte zum Eingang und bat Ramses hereinzukommen. &#8222;Danke, da\u00df du uns zu einem so &#8230; gesunden Fr\u00fchst\u00fcck verholfen hast. Wir hoffen, da\u00df wir bald selbst\u00e4ndiger werden und deine Hilfe nicht mehr st\u00e4ndig beanspruchen m\u00fcssen. Den heutigen Tag werden wir f\u00fcr erste Erkundungen der n\u00e4heren Umgebung benutzen. Gibt es etwas, worauf wir achten sollten?&#8220;<br \/>\nHinter der Stirn des kleinen Frosches arbeitete es sichtbar. &#8222;Bewegt euch nicht so schnell, wie ihr m\u00f6chtet&#8220;, sagte er schlie\u00dflich. &#8222;Es wird ein paar Tage dauern, bis ihr euch an die d\u00fcnne Luft hier oben gew\u00f6hnt habt. Trinkt viel \u2013 die Luftfeuchtigkeit ist hier viel geringer als in Dehland. Und sonst? Erschreckt keine Kuh, erschreckt vor keinem Cougar und h\u00fctet euch vor den LDS. Das war&#8217;s eigentlich schon.&#8220;<br \/>\n&#8222;Was ist ein Cougar?&#8220;<br \/>\n&#8222;Ich nehme sowieso keine Drogen.&#8220;<br \/>\nWas sind LDS?&#8220;<br \/>\n&#8222;Ich kenne nur LSD!&#8220;<br \/>\nFragen und Kommentare purzelten durcheinander.<br \/>\nRamses wedelte mit seinen Froscharmen, und Ruhe kehrte ein. &#8222;Entschuldigung! Ein Cougar ist ein Bergl\u00f6we, korrekter ein Puma. Ein paar von ihnen gibt es her oben. Wenn man sie st\u00f6rt, werden sie meist unangenehm. Sie schlafen tags\u00fcber hoch oben in den B\u00e4umen und jagen nachts. Eigentlich solltet ihr euch also nicht begegnen. LDS sind merkw\u00fcrdige Heilige. Ich erkl\u00e4re euch das besser sp\u00e4ter. Ich h\u00e4tte sie jetzt noch gar nicht erw\u00e4hnen sollen. H\u00fctet euch vor den Menschen, wollte ich sagen &#8211; auch von denen gibt es ein paar hier oben.&#8220;<br \/>\nDie Neuank\u00f6mmlinge waren mit Ramses&#8216; Erkl\u00e4rung zwar keineswegs zufrieden, denn sie wollten immer alles ganz genau wissen, aber da der Frosch deutlich machte, da\u00df er im Moment mehr nicht sagen w\u00fcrde, gaben sie sich zufrieden, brummten und quiekten ihren halbwegs h\u00f6flichen Dank in seine Richtung und verlie\u00dfen dann die H\u00f6hle, um endlich ihre Neugierde zu befriedigen.<br \/>\nTumu blieb als letzte und beseitigte seufzend die wenigen Fr\u00fchst\u00fccksreste. Neue Welt hin oder her \u2013 die alten Gewohnheiten hatten die B\u00e4renlebener leider mitgebracht. Alle anderen waren ihr deshalb schon weit voraus, als sie endlich nach drau\u00dfen trabte und schnuppernd den Kopf hob. Sofort stieg ihr den Geruch von Honig in die Nase. Die Quelle konnte nicht weit entfernt sein. Vorsichtig und nach allen Seiten witternd setzte sie sich in Bewegung.<br \/>\nDie anderen B\u00e4ren hatten es so eilig gehabt, ihre neue Umgebung zu erforschen, da\u00df sie von dem verf\u00fchrerischen Duft direkt vor ihrer T\u00fcr nicht das Geringste wahrgenommen hatten. Nur das Schwein hatte die s\u00fc\u00dfen D\u00fcfte erschn\u00fcffelt, sich aber nicht weiter darum gek\u00fcmmert, da Honig nicht zu den schweinischen Grundnahrungsmitteln z\u00e4hlt. Jetzt stakte es z\u00f6gernd vorw\u00e4rts und suchte hinter jedem Baum und Busch, ja selbst im hohen Gras Tarnung. Menschen gab es hier oben, Menschen und K\u00fche, hatte Ramses gesagt. Die K\u00fche mu\u00dften den Menschen geh\u00f6ren; die Menschen schlachteten die K\u00fche, und wer K\u00fche schlachtet, schlachtet auch Schweine. Das Schwein f\u00fcrchtete sich und hatte das Gef\u00fchl, die weite Reise v\u00f6llig umsonst gemacht zu haben.<br \/>\nKulle stapfte im Sturmschritt dahin, so da\u00df seine Fliege im selbst erzeugten Winde wehte, und achtete nicht auf Weg und Steg. Das war eigentlich kein Fehler, denn es gab dort, wo er entlanglief, weder Weg noch Steg.<br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.baerdel.de\/baerdel\/kulle5.jpg\" alt=\"Ramses\" width=\"440\" height=\"330\" align=\"Left\" border=\"5\" \/>Aber Kulle achtete auch nicht auf die Richtung, in die er ging, er sah sich nicht nach Wasserquellen um, er war einfach blind f\u00fcr seine Umgebung. Erst jetzt, nein, exakt erst heute in den fr\u00fchen Morgenstunden, war ihm klargeworden, was der Exodus aus B\u00e4renleben f\u00fcr ihn bedeutete. Seine gesamte Bibliothek hatte er zur\u00fccklassen m\u00fcssen, aber das war nicht das schlimmste. Dank seines hervorragenden Ged\u00e4chtnisses kannte er die meisten wichtigen Werke auswendig. Das Schlimmste war, da\u00df er, der bedeutende Wissenschaftler, in einen einsamen Gebirgsstock in einem unbekannten Land verbannt war, \u00fcber dessen polit\u00f6konomische Grundlagen er konkret kaum etwas wu\u00dfte. Er wu\u00dfte nur eines sicher: Wenn es ein Land auf der Welt gab, in dem keine sozialistische Revolution stattfinden w\u00fcrde, dann waren das die USA. W\u00fctend \u00fcber sich und seine Lage k\u00f6pfte er die Blumen am Wegesrand, wohl wissend, da\u00df der junge Goethe \u00fcber ihn lachen w\u00fcrde, weil er sich genauso ohnm\u00e4chtig zornig benahm wie Zeus, an den Prometheus nicht mehr glaubte, und das Wissen um sein unn\u00fctzes Wissen machte ihn um so gereizter.<br \/>\nManfred f\u00fchlte sich wesentlich gl\u00fccklicher. Es galt, einen neuen Kontinent zu erforschen und sich mit den Mitteln des Technikers darin einzurichten. Er begutachtete seine Umgebung und entschied sich f\u00fcr den anstrengendsten Weg \u2013 bergauf, m\u00f6glichst weit bergauf. Denn wer oben auf einem Berg stand, der konnte hinunter in die T\u00e4ler schauen, und genau darauf kam es Manfred an.<br \/>\nB\u00e4rdel schien sich mit dem Schwein abgesprochen zu haben, was das Verhalten betraf, obwohl beide nichts voneinander wu\u00dften. \u00c4u\u00dferst vorsichtig setzte er einen Fu\u00df vor den anderen und achtete darauf, st\u00e4ndig in Deckung zu bleiben. Er f\u00fcrchtete sich vor einer Begegnung, vor einem Wiedersehen, obwohl er nie endg\u00fcltige Klarheit dar\u00fcber gewonnen hatte, ob das Treffen, an das er sich erinnerte, wirklich stattgefunden hatte. B\u00e4rdel erinnerte sich an seine erste Reise nach Amerika. (vgl. <a href=\"https:\/\/baerdel.de\/maerchen\/1996\/07\/baerdel-meets-smokey\/\">&#8222;B\u00e4rdel meets Smokey&#8220;<\/a>.)<br \/>\nDina hatte im Gegensatz zu ihm \u00fcberhapt keine Sorgen. Sie war jung und hatte sich problemlos an die H\u00f6he gew\u00f6hnt. Unbek\u00fcmmert st\u00f6berte sie durch Wald und Geb\u00fcsch und stromerte \u00fcber blumenbedeckte Wiesen, bis sie sich schlie\u00dflich an einem blitzblanken springlebendigen Bergbach satt trank, sich auf den R\u00fccken warf und in den blauen Himmel tr\u00e4umte.<br \/>\n&#8212;<br \/>\nManfreds Herz h\u00fcpfte. Keine f\u00fcnfzig Meter unter ihm stand eine Radiostation, und nicht weit davon entfernt ragten die Masten einer Hochspannungsleitung empor. Weit und breit war kein Mensch zu sehen. Manfred vermutete, da\u00df sich das erst dann \u00e4ndern w\u00fcrde, wenn irgendwo eine Fehlfunktion auftrat. Er grinste. Seinetwegen w\u00fcrden die Menschen nicht kommen m\u00fcssen.<br \/>\nB\u00e4rdel griff sich an die Brust. Er hatte noch nie in seinem Leben Herzschmerzen gehabt und wu\u00dfte nicht, wie sie sich anf\u00fchlten, aber jetzt war er sicher, da\u00df er welche hatte. Dieser stechende, l\u00e4hmende Schmerz konnte nur einen schweren Herzanfall bedeuten. Bewegungslos stand er vor einem Plakat, das fl\u00fcchtig an eine Anschlagtafel geheftet war. &#8222;No Campfires&#8220;, sagte es, und f\u00fcr den Fall, da\u00df jemand nicht lesen konnte, zeigte es das Bild eines Lagerfeuers, das von dicken roten Balken durchkreuzt war. Eine Ecke des Plakats war lose und flappte sanft im schwachen Wind. Darunter war immer dann, wenn die Ecke nach unten klappte, ein Feuerwehrhelm zu erkennen.<br \/>\nDinas Herz schien einen Sprung zu machen und dann stillzustehen, als sie direkt neben sich pl\u00f6tzlich ein lautes Knacken und Rascheln h\u00f6rte. Sie zwang sich, bewegungslos liegenzubleiben. Ob das die Menschen waren oder die LDS, von denen Ramses so geheimnisvoll gemurmelt hatte? Oder vielleicht ein Cougar, der heute beschlossen hatte, nicht tags\u00fcber zu schlafen, sondern statttdessen neu angekommene B\u00e4rinnen zu fressen? Sie hielt die Augen fest geschlossen und war \u00fcberzeugt davon da\u00df niemand sie sehen konnte, denn sie selbst sah ja auch niemanden. Sie blinzelte auch kein kleines bi\u00dfchen, als sie neben ihrem Ohr ein lautes Brummen h\u00f6rte.<br \/>\nDas Schwein fa\u00dfte sich nach langem Z\u00f6gern ein Herz und n\u00e4herte sich einer gem\u00fctlich aussehenden schwarzen Kuh mit wei\u00dfem Kopf, die gemeinsam mit ihrem Kalb auf einer Waldlichtung graste. Ohne seine Deckung aufzugeben, erkundigte es sich nach den hiesigen Menschen und deren Verhalten. &#8222;Menschen?&#8220; brummte die Kuh. &#8222;Kenn&#8216; ich nich&#8216;.&#8220; &#8222;Aber&#8230;&#8220; wollte das Schwein einwenden, jedoch die Kuh schnitt ihm das Wort ab. &#8222;Hier gibs nur M\u00fctter unn Kinner, unn Stiere nat\u00fcrlich. Wolln immer blo\u00df das eine, die unversch\u00e4mten Kerle. Unn Cowboys. Die sinn gef\u00e4hrlich, weil se dich n\u00e4mlich verbrenn. Oder se machn dirn Loch ins Ohr ohne Bet\u00e4ubung, wie bei mir. Siehste?&#8220; Sie wendete den Kopf, so da\u00df das Schwein ihr rechtes Ohr sehen konnte, in dem ein rotes Plastikdreieck steckte, auf dem &#8222;77&#8220; stand. &#8222;Aba die komm nur ganz selten. Unn so ne halbe Portion wie du k\u00fcmmert die bestimmt nich.&#8220; Damit schien die Konversation f\u00fcr die Kuh beendet zu sein, denn sie gab ihrem Kalb das Euter, als seien die beiden v\u00f6llig allein auf der Welt. Schamhaft wandte das Schwein sich ab. Diese Kuh machte zwar einen ungebildeten Eindruck, aber vermutlich konnte man ihren Ausk\u00fcnften trauen.<br \/>\nTumu sah sich den Bienenstock, den sie entdeckt hatte, lange an und bewegte dabei Kochrezepte in ihrem Herzen. Nach und nach versammelte sie \u00e4ltere B\u00e4rinnen um sich, die sich in der n\u00e4heren Umgebung aufgehalten hatten und schon bald wieder zur H\u00f6hle zur\u00fcckkamen. Sie hatten, wie Tumu auch, nach den praktischen Dingen Ausschau gehalten, die f\u00fcr einen funktionierenden Haushalt notwendig sind. Sie tauschten ihr Wissen aus, schlugen einander kr\u00e4ftig auf die Schultern und machten sich dann daran, f\u00fcr den ersten Abend ein Festmahl zu improvisieren.<br \/>\nAls der Tisch nach stundenlanger Arbeit gedeckt war, brach auch schon die D\u00e4mmerung herein, und bevor es dunkel war, hatten sich alle wieder bei der H\u00f6hle versammelt. Hungrig waren die meisten, b\u00e4renhungrig, aber Tumu bestand darauf, da\u00df sich alle sorgf\u00e4ltig die Pfoten wuschen, bevor sie das Essen anfa\u00dften.<br \/>\n&#8222;In Dehland konntet ihr euch darauf berufen, da\u00df das Wasser im Bach verschmutzt war, aber hier nicht!&#8220; erkl\u00e4rte sie, und ihre Stimme war so entschlossen, da\u00df niemand zu widersprechen wagte. Erst als alle fertig waren, w\u00fcnschte sie &#8222;Guten Appetit&#8220;, und alle langten kr\u00e4ftig zu.<br \/>\n&#8222;Na, wie ist es dir ergangen?&#8220; fragte Tumu ihren Mann zwischen zwei Bissen. &#8222;Oder willst du das erst sp\u00e4ter erz\u00e4hlen, bei der Versammlung, weil es von allgemeinem Interesse ist?&#8220;<br \/>\nB\u00e4rdel sch\u00fcttelte den Kopf. &#8222;Sp\u00e4ter ganz bestimmt nicht, und am liebsten dir auch nicht. Ich habe Smokey gesucht. Nein, falsch, ich habe nach Beweisen daf\u00fcr gesucht, da\u00df es ihn nicht gibt. Aber es gibt ihn. Er ist immer noch \u00fcberall auf den Plakaten, obwohl die zum Teil \u00fcberklebt sind. Er tr\u00e4gt immer noch seinen komischen Hut oder einen Helm und sagt: &#8222;Only you can prevent forest fires!&#8220; Wenn ich an mein Erlebnis von damals denke, dann wird mir ganz angst&#8230;&#8220;<br \/>\nTumu seufzte. Sie wu\u00dfte, da\u00df B\u00e4rdel seine Halluzinationen von damals nach wie vor nicht richtig einordnete, da\u00df er nicht wu\u00dfte, ob sein Treffen mit Smokey Traum oder Realit\u00e4t gewesen war. Wenn sie ihm sagte, da\u00df er krank war, phantasiert hatte, nickte er zwar immer, aber ohne \u00dcberzeugung. Sie mu\u00dfte ihm einfach Zeit lassen. Hier w\u00fcrde er sich selbst davon \u00fcberzeugen, da\u00df Smokey nichts war als das Bild eines h\u00e4\u00dflichen, nicht existierenden B\u00e4ren. Sie dr\u00fcckte seine Hand, schmiegte sich an ihn und schwieg.<br \/>\n&#8222;Die Kuh hat mir erz\u00e4hlt, da\u00df es hier nur Cowboys gibt, keine Menschen, und da\u00df die f\u00fcr mich ungef\u00e4hrlich sind&#8220;, h\u00f6rte sie das Schwein sagen und schmunzelte. Nach wenigen Serkunden aber wurde sie unruhig. Eine solche Bemerkung konnte Kulle unm\u00f6glich unkorrigiert lassen, aber Kulle sagte nichts. Es pa\u00dfte nicht zu Kulle, nichts zu sagen, wenn er die Chance dazu hatte.<br \/>\nTumu setzte sich aufrecht. &#8222;Kulle?&#8220; fragte sie. Niemand antwortete. &#8222;Kulle?&#8220; Wieder nichts. &#8222;Kulle fehlt!&#8220; rief Tumu und sprang auf.<br \/>\n&#8222;Unm\u00f6glich&#8220;, brummte die \u00e4lteste B\u00e4rin, &#8220; es sind alle da! Ich habe f\u00fcr jeden ein St\u00fcck Honigkuchen gebacken, und jetzt ist keines mehr da.&#8220; Drohend hob sie die Stimme: &#8222;Oder hat jemand etwa zwei gegessen?&#8220;<br \/>\nZuerst meldete sich niemand, aber dann schob Dina sich z\u00f6gernd nach vorne. &#8222;Du?&#8220; Tumu wollte es nicht glauben. Unsoziales Verhalten pa\u00dfte nicht zu ihrer Freundin.<br \/>\n&#8222;Nein, ich nicht. Aber sie. Ich wollte sie als \u00dcberraschung bis nachher verstecken, aber das geht jetzt wohl nicht mehr. Darf ich vorstellen: <b><span class=\"hilite\">Athabasca<\/span><\/b>. Wir haben uns vorhin getroffen, oder besser, sie hat mich gefunden. Sie wohnt hier.&#8220; Dina zog eine junge Schwarzb\u00e4rin mir seidig gl\u00e4nzendem dunkelbraunen Fell an ihre Seite, die von allen \u00fcberrascht angestarrt wurde und die h\u00f6flich: &#8222;Guten Abend!&#8220; sagte.<\/p>\n<p><center><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.baerdel.de\/baerdel\/atti.jpg\" width=\"440\" height=\"376\" \/><\/center>Am auff\u00e4lligsten starrte Manfred. &#8222;Beim Himmel, dieses Kind ist sch\u00f6n&#8220;, murmelte er vor sich hin, ohne eine Ahnung zu haben, woher er diesen Spruch kannte.<br \/>\nB\u00e4rdel erwachte aus seinen Gr\u00fcbeleien und erinnerte sich an seine Pflichten und vor allem an seinen Freund.<br \/>\n&#8222;Guten Abend im Namen aller, Athaca&#8230;&#8220; begann er und verhedderte sich in dem fremden Namen.<br \/>\n&#8222;Athabasca&#8220;, sagte die Fremde freundlich. &#8222;Meine Freunde nennen mich Atti, das ist leichter. Danke f\u00fcr das Willkommen. Aber jetzt sollten wir zuerst an den Vermi\u00dften denken und ihn suchen. Das Gel\u00e4nde hier ist nicht ganz ungef\u00e4hrlich, wenn man sich nicht auskennt. Wohin ist er gegangen?&#8220;<br \/>\nDie B\u00e4ren sahen einander fragend und anerkennend an. Noch nie war ein Neuank\u00f6mmling so selbstbewu\u00dft aufgetreten, und schon gar keine Frau. Aber niemand von ihnen wu\u00dfte, wohin Kulle gegangen war, und auch das Schwein und Ramses gaben ihre Unkenntnis zu.<br \/>\n&#8222;Bestimmt nach oben&#8220;, murmelte B\u00e4rdel schlie\u00dflich. &#8222;Ich wei\u00df nicht, wohin er ist, aber wenn er die M\u00f6glichkeit hat, wird Kulle immer nach oben gehen.&#8220;<br \/>\n&#8222;Dann sollten wir uns beeilen. Wenn ein paar von euch mit mir kommen k\u00f6nnten, w\u00e4re das gut. Aber jung und sportlich solltet ihr schon sein. Notfalls schaffe ich es \u00fcbrigens auch alleine, denke ich.&#8220; Athabascas Stimme war ganz ruhig, ganz anders als ihr K\u00f6rper. Sie hatte sich bereits umgedreht und war fertig zum Losrennen.<br \/>\nB\u00e4rdel, Tumu und viele andere \u00c4ltere, die schon aufgesprungen waren, lie\u00dfen sich wieder niederplumpsen. Sie kannte ihre Grenzen. Manfred dagegen war mir einigen anderen Jungb\u00e4ren sofort an Athabascas Seite. Die sah sich das Aufgebot an Freiwilligen an, nickte zustimmend und fegte wortlos wie ein dunkler Blitz davon in die Nacht, gefolgt von den anderen.<br \/>\nAuf dem Platz vor der H\u00f6hle kehrte Stille ein. Niemand a\u00df mehr, obwohl noch genug Leckereien warteten. Sie hatten keinen Hunger. Wortlos starrten sie vor sich hin, auf die dunkle Erde oder in den Himmel. Viele r\u00fcckten zusammen und suchten beieinander Trost. Sie konnten sich aneinander w\u00e4rmen, w\u00e4hrend Kulle da drau\u00dfen war, einsam und in Gefahr.<br \/>\n&#8222;Wenigstens scheint der Mond&#8220;, murmelte B\u00e4rdel schlie\u00dflich. Nicht weit von ihm entfernt hockte Ramses wie ein H\u00e4ufchen Ungl\u00fcck; sein Bauch schimmerte hellgelb im fahlen Licht. &#8222;Sag mal, du kennst dich doch hier aus, oder nicht? Wohin ist Kulle gegangen, wenn er aufw\u00e4rts gegangen ist?&#8220;<br \/>\nRamses schien sich zu winden. &#8222;Auf den Berg&#8230;&#8220; Er merkte, wie dumm seine Antwort war. &#8222;Die meisten Berge hier bestehen in Gipfeln\u00e4he aus losem Fels. Talus sagt man hier. Meist sind das scharfkantige Platten ohne stabiles Gleichgewicht, die unter dem Gewicht eines Bergsteigers nachgeben. Die Lehne zwischen zwei Bergen ist manchmal sehr schmal, weniger als 30 Zentimer, und wenn sie aus solchen Platten besteht, dann nennt man das hier die &#8222;Rasiermesserfalle&#8220;. Wenn Kulle von hier aus aufgestiegen ist, dann l\u00e4uft er genau auf so einen <span class=\"hilite\">&#8222;razorfang&#8220;<\/span> zu&#8230;&#8220; Ramses&#8216; Stimme war immer leiser georden, und als er verstummte, herrschte Totenstille.<br \/>\nLange. Sehr lange. Bis endlich in der Ferne Zweige knackten, F\u00fc\u00dfe tappten, B\u00e4ren brummten und schimpften. Die Zur\u00fcckgebliebenen sprangen auf und starrten ihnen entgegen. Athabasca erschien als erste, \u00fcberhaupt nicht angestrengt und fr\u00f6hlich l\u00e4chelnd.<br \/>\n&#8222;Wir haben ihn rechtzeitig gefunden&#8220;, sagte sie. &#8222;Was er jetzt braucht, sind ein paar ordentlich adstringierende Bl\u00e4tterkompressen f\u00fcr seine aufgeschundenen Pfoten und viel zu trinken. Und der Rest der Rettungsmannschaft hat auch ein bi\u00dfchen Pflege n\u00f6tig, wie es scheint.&#8220;<br \/>\nHinter ihr tauchte jetzt Kulle auf, gest\u00fctzt von zwei asthmatisch keuchenden Jungb\u00e4ren. Als sie ihn loslie\u00dfen, schwankte er und setzte sich vorsichtshalber schnell auf die Erde. Seine beiden Helfer taten es ihm nach.<br \/>\n&#8222;Entschuldigung!&#8220; brummte Kulle. Alle horchten auf, denn es geh\u00f6rte zu den ungew\u00f6hnlichsten Vorkommnissen in ihrem Gemeinschaftsleben, da\u00df Kulle sich entschuldigte. Und er wiederholte sich sogar!<br \/>\n&#8222;Entschuldigung! Es tut mir leid, da\u00df ich euch M\u00fche bereitet habe. Ich bin ein Dummb\u00e4r, weil ich ohne zu \u00fcberlegen losgerannt bin. Wenn sie nicht gewesen w\u00e4re&#8230; Aber vielleicht w\u00e4re es besser gewesen, wenn sie nicht gekommen w\u00e4re. Wozu bin ich denn hier nutze? Entwurzelt, meiner gesellschaftlichen Basis entkleidet! Ein Forscher ohne Gegenstand! Faux frais f\u00fcr euch! Ein leerer Spiegel, der die Wirklichkeit nicht zu spiegeln vermag! Ein&#8230;&#8220;<br \/>\nB\u00e4rdel war dankbar, da\u00df Kulle schnell wieder in sein unverst\u00e4ndliches soziologisches Kauderwelsch verfiel, weil er sonst wohl zu weinen angefangen h\u00e4tte. Aber er verstand, was seinen Freund bewegte, und er litt darunter, da\u00df er nicht wu\u00dfte, wie er ihm helfen sollte. Da meldete sich Manfred zu Wort.<br \/>\nManfred war zerschunden, seine Pfoten bluteten kaum weniger als die Kulles, und er war noch immer au\u00dfer Atem. Trotz seines Kummers mu\u00dfte B\u00e4rdel insgeheim schmunzeln. Sein Sohn hatte sich erkennbar nicht geschont, um der neuen Sch\u00f6nheit zu imponieren. &#8222;Wir sollten Kulle dankbar daf\u00fcr sein, da\u00df er heute f\u00fcr uns alle die Frage gestellt hat, um die wir uns ohne ihn vielleicht noch eine Weile lang herumgedr\u00fcckt h\u00e4tten. Die Frage lautet: Was wollen wir hier? Wollen wir uns verstecken?&#8220;<br \/>\nDie Versammlung nickte heftig \u2013 genau deshalb waren sie hergekommen.<br \/>\n&#8222;Ja, nat\u00fcrlich wollen wir uns verstecken, aber ist das alles? Wollen wir dumpf jeden Morgen erwachen, jeden Abend ins Bett gehen und zwischendurch darauf achten, da\u00df wir nicht wahrgenommen werden? Soll das alles sein?&#8220;<br \/>\nDas Schwein nickte begeistert, aber die meisten B\u00e4ren sch\u00fcttelten verneinend den Kopf.<br \/>\n&#8222;Nein, das kann nicht alles sein. Wir B\u00e4ren \u2013 und alle, die gemeinsam mit uns leben wollen \u2013 sind intelligente Wesen, neugierige Wesen. Wir wollen lernen, Wissen erwerben und Wissen weitergeben. Wir wollen die kritische Auseinandersetzung. Zu all dem haben wir seit gestern eine v\u00f6llig neue Chance, denn wir sind wie neu geboren, sind in eine unbekannte Umgebung geworfen. Wir k\u00f6nnen, ja, wir m\u00fcssen sie studieren, bewerten, vielleicht auch korrigieren, wenn die objektiven Umst\u00e4nde es erfordern. Wir haben gar keine andere Wahl!&#8220;<br \/>\nDie meisten Mitglieder der Versammlung hingen mit gl\u00fchenden Augen an Manfreds Lippen. B\u00e4rdel allerdings blickte skeptisch. Er hatte das Gef\u00fchl, da\u00df hier etwas nicht stimmte, wu\u00dfte allerdings nicht, was. Tumu nahm sich fest vor, ihrem Sohn mal wieder den Hintern zu versohlen, auch wenn er diesem Alter eigentlich l\u00e4ngst entwachsen war.<br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.baerdel.de\/baerdel\/kulle6.jpg\" width=\"440\" height=\"330\" align=\"Right\" border=\"5\" \/> Und Kulle hatte all seine Schmerzen vergessen und grinste \u2013 georgische Rhetorik konnte der Junge jetzt, das bewies er nicht zum ersten Mal. Es war Zeit, da\u00df er ihn in die h\u00f6heren Weihen einf\u00fchrte.<br \/>\n&#8222;Wir leben inmitten von Menschen, wie bisher. Auch wenn die Bev\u00f6lkerungsdichte hier geringer ist, Menschen bestimmen unsere Lebensbedingungen. Wir brauchen Kenntnisse \u00fcber die Menschen, wie bisher. Diese Kenntnisse werden uns \u00fcberleben lassen und unsere Neugier befriedigen, und diese Kenntnisse werden den Intellektuellen unter uns \u2013 wie Kulle \u2013 wieder das Selbstwertgef\u00fchl verleihen, das&#8230;&#8220;<br \/>\n&#8222;Schlu\u00df!&#8220; sagte Kulle. Er sagte es ungewohnt gem\u00fctlich, aber Manfred verstand das Signal nur zu gut. Er hatte irgend einen Fehler gemacht, sonst w\u00e4re sein Rhetoriklehrer ihm nicht in die Parade gefahren. Er wu\u00dfte allerdings nicht, welchen.<br \/>\n&#8222;Schlu\u00df! Ich sehe, hier ist noch viel zu essen, und ihr seid bestimmt hungrig. Ich \u00fcbrigens auch. Wir sollten also besser essen, anstatt lange Reden zu halten. Und dann sollten wir vielleicht schlafen. Ich zumindest. Ich bin hundem\u00fcde, oder besser b\u00e4renm\u00fcde, das wird mir wohl jeder von euch glauben. Nach dem Essen oder morgen \u2013 wie ihr wollt \u2013 k\u00f6nnt ihr dann \u00fcberlegen, wie wir hier unser Informationsnetz aufbauen. Manfred hat da bestimmt schon Ideen, wie ich ihn kenne. Aber jetzt erstmal: Guten Appetit!&#8220;<br \/>\nNiemand widersprach. Erleichtert machten sich alle \u00fcber das Essen her, bis auch kein Kr\u00fcmel mehr \u00fcbrig war, und danach ging einer nach dem anderen schlafen.<br \/>\nRamses, den das Buffett nicht reizte, schnappte sich ein Gl\u00fchw\u00fcrmchen, das \u00fcber die Wiese tanzte, und sog gedankenvoll an einem Fl\u00fcgel. Tussi hatte ihm gesagt, da\u00df die Entscheidungen in B\u00e4renleben anarchisch gef\u00e4llt werden, und er wunderte sich \u00fcber diese Aussage, bis auch er schlie\u00dflich einschlief.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die B\u00e4ren, der Frosch und das Schwein hatten sich f\u00fcr die erste Nacht gem\u00fctlich eingerichtet, und die meisten hatten auch gut geschlafen. Einige allerdings, vor allem die jungen, zeigten am Morgen leicht rot ger\u00e4nderte Augen. Sie waren nachts neugierig aus der H\u00f6hle nach drau\u00dfen gewandert und hatten sich an dem fremden Sternenhimmel, der so ungewohnt&hellip; <a class=\"more-link\" href=\"https:\/\/baerdel.de\/maerchen\/2000\/03\/der-erste-tag\/\"><span class=\"screen-reader-text\">Der erste Tag<\/span> weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":278,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_crdt_document":"","footnotes":""},"categories":[10,4],"tags":[],"class_list":["post-416","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-baerdel","category-baerdel2","entry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/baerdel.de\/maerchen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/416","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/baerdel.de\/maerchen\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/baerdel.de\/maerchen\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/baerdel.de\/maerchen\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/baerdel.de\/maerchen\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=416"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/baerdel.de\/maerchen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/416\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":563,"href":"https:\/\/baerdel.de\/maerchen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/416\/revisions\/563"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/baerdel.de\/maerchen\/wp-json\/wp\/v2\/media\/278"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/baerdel.de\/maerchen\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=416"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/baerdel.de\/maerchen\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=416"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/baerdel.de\/maerchen\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=416"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}