{"id":176,"date":"2016-06-19T17:12:47","date_gmt":"2016-06-19T15:12:47","guid":{"rendered":"https:\/\/baerdel.de\/maerchen\/?p=176"},"modified":"2018-07-30T10:21:17","modified_gmt":"2018-07-30T08:21:17","slug":"die-kanzlerin","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/baerdel.de\/maerchen\/2016\/06\/die-kanzlerin\/","title":{"rendered":"Die Kanzlerin"},"content":{"rendered":"<div align=\"center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.baerdel.de\/baerdel\/ramssitz.jpg\" width=\"480\" height=\"360\" alt=\"Ramses\"\/><\/div>\n<h1>Die Kanzlerin<\/h1>\n<\/p>\n<p>\n&#8222;Entschuldige bitte, Joachim! Ja, nat\u00fcrlich m\u00f6chte ich lieber zusammen mit Dir in den Alpen wandern, wie jeden Sommer. Und ich habe nun mal nur knapp drei Wochen Urlaub vom Regieren, das ist wenig genug. Du als Prof mit Deinen opulenten Semesterferien &#8211; davon kann unsereins nur tr\u00e4umen. Die paar Tage muss ich jetzt f\u00fcr meine Zukunft nutzen. Kannst Du vielleicht mit Deinem Sohn wandern gehen?&#8220;\n<\/p>\n<p>\nSie stopfte Waschzeug, W\u00e4sche und warme Kleidung in einen Rucksack, dem man die Herkunft aus der DDR sowohl ansah als auch anroch.\n<\/p>\n<p>\n&#8222;Und wohin willst Du allein wandern? Du willst doch zu Fu\u00df los, oder? Fall blo\u00df nicht wieder hin wie letztens beim Langlauf!&#8220;\n<\/p>\n<p>\n&#8222;Ich habe keine Ahnung, wo sie in Dehland leben, aber ich muss sie finden. Der Altkanzler, dessen &#8222;M\u00e4dchen&#8220; ich war, war bei ihnen und hat einen Brief f\u00fcr k\u00fcnftige Kanzler geschrieben, in dem alles \u00fcber sie und das Beerental steht. Der Genosse der Bosse hat den Brief gefunden, ich habe ihn bei meinem Einzug ins Kanzleramt im Papierkorb entdeckt. Ich habe daraufhin das Beerental systematisch absuchen lassen, verdeckt nat\u00fcrlich, von scheinbar harmlosen Wanderern und Pilzsammlern, aber es gibt dort wirklich nur noch Beeren. Ihre H\u00f6hle ist verlassen.&#8220;\n<\/p>\n<p>\n&#8222;Du hast nicht mal wieder viel zu wenig geschlafen? Du redest wirr!&#8220;\n<\/p>\n<p>\n&#8222;Ich habe ganz bestimmt viel zu wenig geschlafen. Mir schwimmen die Felle weg. Die Umfragewerte der Union sind im Keller, nach der letzten &#8222;Sonntagsfrage&#8220; kommen CDU\/CSU und SPD zusammen mit Gl\u00fcck vielleicht auf gerade noch 50% der Stimmen, und die AFD wird drittst\u00e4rkste Fraktion. Die EU droht zu zerbrechen, und der Fl\u00fcchtlingsdeal mit der T\u00fcrkei wird scheitern. Damit werde ich scheitern. Ich muss versuchen, das zu verhindern.&#8220;\n<\/p>\n<p>\n&#8222;Und wie? Du k\u00f6nntest doch auch mal wieder nur zu Hause sein, Kartoffelsuppe kochen, Apfelkuchen backen&#8230;&#8220;\n<\/p>\n<p>\n&#8222;Ach ja? Lassen der Herr Professor sich dann auch emeritieren, und wir ziehen uns auf die Datsche zur\u00fcck?&#8220;\n<\/p>\n<p>\n&#8222;Also dazu versp\u00fcre ich noch nicht die geringste Lust.&#8220;\n<\/p>\n<p>\n&#8222;Aber bei mir ist das anders, ja?&#8220;\n<\/p>\n<p>\n&#8222;Entschuldige, nat\u00fcrlich nicht. Ich habe \u00fcbrigens immer noch nicht verstanden, wen Du zu finden versuchst.&#8220;\n<\/p>\n<p>\n&#8222;Ich habe ja auch alles getan, damit du das nicht herausfindest. Das bin ich dem Dicken schuldig.&#8220;\n<\/p>\n<p>\n&#8222;Sind Deine politischen Aussagen eigentlich auch so transparent wie Deine privaten mir gegen\u00fcber?&#8220;\n<\/p>\n<p>\n&#8222;Nat\u00fcrlich &#8211; deshalb bin ich ja so erfolgreich. War bisher so erfolgreich. &#8211; Im Tiefk\u00fchlschrank sind Mahlzeiten f\u00fcr ein paar Tage. Du kannst auch in die Mensa gehen, falls ich l\u00e4nger weg sein sollte. Ach nein &#8211; Du gehst ja wandern. Entschuldige, ich bin ein wenig durcheinander. Ich brauche frische Luft. Ich gehe jetzt.&#8220;\n<\/p>\n<p>\n&#8222;Aber Angela&#8230;&#8220; Das h\u00f6rte sie schon nicht mehr.\n<\/p>\n<p>\nDie parlamentarische Sommerpause hatte begonnen, es war Mitte Juli, es herrschten tropische Temperaturen, und die dazugeh\u00f6rigen schweren Gewitter entluden sich nur \u00fcber der S\u00fcdh\u00e4lfte Dehlands. So brauchte die Kanzlerin nicht unter Wetterunbilden zu leiden, die ihre beiden Vorg\u00e4nger auf dem Weg ins Beerental geplagt hatten. Stattdessen hatte sie ein anderes Problem: Sie wusste nicht, wohin sie gehen sollte. Die Sonne neigte sich gerade gegen den Horizont, und ohne zu \u00fcberlegen wanderte sie ihr entgegen, nach Westen, Richtung Templin. Irgendwo hier, dachte sie, m\u00fcssen sie sein. Felder, sanfte H\u00fcgel und W\u00e4lder, alles d\u00fcnn besiedelt -&#8211; eine bessere Umgebung w\u00fcrden sie kaum gefunden haben.\n<\/p>\n<p>\nDie Sonne versank hinter dem Hang vor ihr, der schmale Pfad, den sie benutzte, verschwand in der D\u00e4mmerung, und sie fing an, dar\u00fcber nachzudenken, wie sie die Nacht verbringen sollte. Im n\u00e4chsten St\u00e4dtchen, in dem es Hotels gab, w\u00fcrde sie erst lange nach Mitternacht ankommen, falls sie sich nicht vorher heillos verirrte. Auch wenn sie Gl\u00fcck hatte, w\u00fcrde sie vor geschlossenen T\u00fcren stehen. Sie verw\u00fcnschte sich daf\u00fcr, dass sie nicht daran gedacht hatte, ein Zelt mitzunehmen. Oder wenigstens einen Schlafsack.\n<\/p>\n<p>\nPl\u00f6tzlich standen sie vor ihr. Es waren sieben Gro\u00dfe und sieben Kleine, genauso wie beim Altkanzler. Aber war da nicht auch noch ein Frosch? Die Gruppe war in ein fahles Licht getaucht, das sie von der abendlichen Dunkelheit abhob. Sie rieb sich die Augen, aber das Bild blieb unver\u00e4ndert.\n<\/p>\n<p>\n&#8222;Das wird ja chronisch mit Euch! Ich bin Tumu, mal wieder abgestellt als Empfangskomitee. Guten Abend.&#8220; Tumu hatte zwei Schritte ich vorne gemacht und war so als Sprecherin erkennbar.\n<\/p>\n<p>\n&#8222;Gu..Guten Abend,&#8220; stotterte die Kanzlerin. Eigentlich verschlug es ihr nicht leicht die Sprache, aber das hier&#8230; &#8222;Ihr wisst, wer ich bin?&#8220;\n<\/p>\n<p>\n&#8222;Man sieht Dein Bild oft genug in den Medien.&#8220;\n<\/p>\n<p>\n&#8222;Wisst Ihr auch, dass ich Euch gesucht habe? Und was ich von Euch will?&#8220;\n<\/p>\n<p>\n&#8222;Es ist uns nicht entgangen, dass Du das Beerental hast absuchen lassen. Wir haben elektronisches \u00dcberwachungsger\u00e4t dort gelassen. Und Du erhoffst Dir unseren Rat. Du denkst, dass er Dir gefallen wird, weil Du nur die Darstellung des dicken Kanzlers kennst. Dass auch der n\u00e4chste bei uns war, der Kotzbrocken, das wei\u00dft Du nicht. Der ist sehr unzufrieden abgehauen.&#8220;\n<\/p>\n<p>\n&#8222;Oh!&#8220; machte die Kanzlerin.\n<\/p>\n<p>\n&#8222;Unsere Analyse Deiner Lage lassen wir Dich gerne wissen. Wir sind gespannt, welche Schlussfolgerungen Du daraus ziehen wirst. Einen Rat werden wir Dir nicht geben.&#8220;\n<\/p>\n<p>\nTumu zog sich wieder zu den anderen zur\u00fcck, und alle B\u00e4ren begannen zu reden. Es war nicht erkennbar, wer gerade sprach. Dazu war es zu dunkel, und alle hatten die gleichen tiefen brummigen Stimmen.\n<\/p>\n<p>\n&#8222;Du hast da einen sch\u00f6nen Satz gesagt: &#8218;Ich muss ganz ehrlich sagen: Wenn wir jetzt anfangen, uns noch entschuldigen zu m\u00fcssen daf\u00fcr, dass wir in Notsituationen ein freundliches Gesicht zeigen, dann ist das nicht mein Land.&#8216;&#8220;\n<\/p>\n<p>\n&#8222;&#8218;Ich muss ganz ehrlich sagen&#8230;&#8216; hast Du das selbst geglaubt? Vermutlich ja. Politiker sind die Menschen, die sich nach unseren Erkenntnissen am h\u00e4ufigsten und am effektivsten selbst bel\u00fcgen. W\u00e4ren sie dazu nicht imstande, k\u00f6nnten sie ihren Beruf nicht aus\u00fcben.&#8220;\n<\/p>\n<p>\n&#8222;Wir machen Dir das jetzt mal am Beispiel Deiner &#8218;Notsituation&#8216; klar.&#8220;\n<\/p>\n<p>\n&#8222;Dehlands komfortable Lage im Zentrum der Europ\u00e4ischen Union hat das Land in den letzten Jahren weitgehend von Asylsuchenden verschont, denn seit 1997 gilt die Regel: Wer Asyl sucht, stellt den Antrag in dem Land der EU, das er als erstes betritt. Also hatten Griechenland, Italien und Spanien die Arschkarte.&#8220;\n<\/p>\n<p>\n&#8222;Anstatt diesen L\u00e4ndern zu helfen, den Zustrom zu organisieren, hast Du sie allein gelassen, und Dein Finanzminister hat ungeheuren wirtschaftlichen Druck auf sie ausge\u00fcbt, damit sie ihren Etat sanieren und die Kredite aus dem &#8218;Europ\u00e4ischen Rettungsschirm&#8220; nach der Finanzkrise 1998 vielleicht in sehr ferner Zukunft zur\u00fcckzahlen k\u00f6nnen. In allen drei L\u00e4ndern, vor allem in Griechenland, hat das gro\u00dfe Teile der Bev\u00f6lkerung pauperisiert.&#8220;\n<\/p>\n<p>\n&#8222;Es ist also kein Wunder, dass die Infrastruktur der Peripherie irgendwann zusammengebrochen ist, denn die Fl\u00fcchtlingszahlen stiegen.&#8220;\n<\/p>\n<p>\n&#8222;Die Menschen fliehen aus Afghanistan, wo die Bundeswehr 13 Jahre lang vergeblich versucht hat, einer von Clanstrukturen dominierten Stammesgesellschaft nahezubringen, dass sie wie eine westliche Gesellschaft funktionieren sollte. Inzwischen gewinnen die Taliban Terrain zur\u00fcck. Die Bundesrepublik ist nicht bereit, all die Afghanen, die den Einsatz ihrer Armee erm\u00f6glicht haben, als Dolmetscher etwa oder als Fahrer, vor den Islamisten in Sicherheit zu bringen. Hat jemand dabei ein schlechtes Gewissen? Dein Innenminister jedenfalls nicht: Er m\u00f6chte Afghanistan zum sicheren Herkunftsland erkl\u00e4ren lassen.&#8220;\n<\/p>\n<p>\n&#8222;Die Menschen fliehen aus Syrien. Dort tobt seit 2011 ein Krieg. Ob es um die Durchsetzung russischer Interessen, die regionale Hegemonie von Irak bzw. Saudi-Arabien, konfessionelle Religionsk\u00e4mpfe innerhalb des Islam oder um einen &#8218;Pipelinekrieg&#8216; geht, spielt hier keine Rolle. Wichtig ist aber, dass ein solcher Krieg ohne den internationalen Waffenhandel nicht gef\u00fchrt werden k\u00f6nnte. Dehland ist ein Gro\u00dfexporteur. Dehl\u00e4ndische Firmen verdienen damit viel Geld und verursachen gro\u00dfe Fl\u00fcchtlingsstr\u00f6me. Die Bundesregierung muss jeden Waffenexport genehmigen. DU musst jeden Waffenexport genehmigen!&#8220;\n<\/p>\n<p>\n&#8222;Die Menschen fliehen aus vielen L\u00e4ndern Afrikas. Ich will Dich jetzt nicht mit der gesamten Kolonialgeschichte langweilen, die wirst Du kennen. Die dortigen Verh\u00e4ltnisse verantworten zum gro\u00dfen Teil Europ\u00e4er und erst in zweiter Linie die ber\u00fchmt-ber\u00fcchtigten<br \/>\nafrikanischen Diktatoren mit den goldenen Wasserh\u00e4hnen an ihren Badewannen.&#8220;\n<\/p>\n<p>\n&#8222;Die Menschen fliehen aus Libyen. Jahrzehnte lang hat Dehland mit dem selbst ernannten &#8218;Revolutionsf\u00fchrer&#8220; Muammar al-Gaddafi freundschaftliche Beziehungen unterhalten, auch wenn er wahrscheinlich daf\u00fcr verantwortlich war, dass 1988 eine Pan Am-Maschine \u00fcber Lockerbie abst\u00fcrzte. 2011 ist er dann selbst gest\u00fcrzt worden &#8211; und danach tat sich ein Vakuum auf, in dem sich Warlords austoben konnten.&#8220;\n<\/p>\n<p>\n&#8222;Das ist ein typisches Muster europ\u00e4ischer nachkolonialer Politik: Europ\u00e4er machen Gesch\u00e4fte mit Diktatoren, jubeln offiziell, wenn diese gest\u00fcrzt werden, aber haben kein Konzept f\u00fcr das &#8218;Danach&#8216;. Du spielst da in der ersten Liga. Wahrscheinlich wachst Du nachts oft schwei\u00dfgebadet auf, weil Du getr\u00e4umt hast. dass in China die KP die Macht verloren hat.&#8220;\n<\/p>\n<p>\n&#8222;Du hast noch einen anderen Satz gesagt: &#8218;Es liegt nicht in meiner Macht, wie viele zu uns kommen&#8216;. Ach ja? Wer hat denn das Dublin-Abkommen &#8218;ausgesetzt&#8216;, wie Du so sch\u00f6n sagst? Dein alter ego?&#8220;\n<\/p>\n<p>\n&#8222;Jetzt geht Dir der Arsch auf Grundeis. Wir kennen Deine Motive nicht f\u00fcr Deine &#8218;Willkommenskultur&#8216;. Vielleicht hat Dein evangelisches Pfarr-Elternhaus moralische Spuren hinterlassen, vielleicht leitete Dich \u00f6konomisches Kalk\u00fcl, weil Du den aktuellen Demografie-Bericht mit seinen Klagen \u00fcber den Facharbeiter-Mangel studiert hast, vielleicht wolltest Du ein Gegengewicht zu einer EU setzen, in der immer mehr L\u00e4nder nationale Werte betonen. Oder was auch immer.&#8220;\n<\/p>\n<p>\n&#8222;Wir wissen nur eins: Was Du getan hast, war dumm. Sehr dumm.&#8220;\n<\/p>\n<p>\n&#8222;Es ist nicht das erste Mal, dass wir Dein Verhalten so bewerten. Der Atomausstieg als Folge von Fukushima war eine Volte, die Dir nur deshalb nicht zum Verh\u00e4ngnis wurde, weil es in der dehl\u00e4ndischen Bev\u00f6lkerung auch schon vor der Reaktor-Katastrophe starke Vorbehalte gegen die Nutzung von Kernenergie gab. Die Energiewende ist noch l\u00e4ngst nicht vollzogen, sich damit herumzuschlagen, geh\u00f6rt zu Deinem t\u00e4glichen Brot. Das h\u00e4tte Dir eine Lehre sein sollen.&#8220;\n<\/p>\n<p>\n&#8222;Machst Du Deinen Job eigentlich gerne?&#8220;\n<\/p>\n<p>\n&#8222;Im Moment nicht.&#8220;\n<\/p>\n<p>\nDie Kanzlerin hockte zusammengesunken auf der Erde und traute sich nicht, den Kopf zu heben.\n<\/p>\n<p>\n&#8222;Es ist nicht so, dass Ihr mir etwas wirklich Neues gesagt habt. Aber Ihr habt ein Puzzle zusammengesetzt, das ich bisher nicht sehen wollte. Obwohl ich es gesehen habe. Nachts, in den fr\u00fchen Morgenstunden, in den N\u00e4chten, in denen ich mal h\u00e4tte schlafen k\u00f6nnen.&#8220;\n<\/p>\n<p>\n&#8222;Du hast Dich also selbst belogen?&#8220;\n<\/p>\n<p>\n&#8222;Na klar.&#8220;\n<\/p>\n<p>\n&#8222;Und wie geht es jetzt weiter?&#8220;\n<\/p>\n<p>\n&#8222;Ich wei\u00df es nicht. Da ich Euch so schnell gefunden habe &#8211; oder Ihr mich &#8211; kann ich jetzt doch noch mit Joachim wandern gehen. Ich kann nachdenken. Aber dabei werde ich weiter Albtr\u00e4ume haben: Donald Trump, Marine LePen, Viktor Orban und Beata Szydlo werden mir erscheinen. Die sind noch schlimmer als ich. Vielleicht w\u00e4hlt man in der Politik doch immer das kleinere \u00dcbel.&#8220;\n<\/p>\n<p>\n&#8222;Ich m\u00f6chte, dass Du auch von mir tr\u00e4umst!&#8220;\n<\/p>\n<p>\nDie Stimme war heller als alle bisherigen.\n<\/p>\n<p>\n&#8222;Ich bin ein Frosch: Ich hei\u00dfe Ramses, aber der Name ist nur f\u00fcr mich wichtig, nicht f\u00fcr Dich. Du bist f\u00fcr Glyphosat, und das bringt mich um, beziehungsweise meinen Laich. Euch Menschen interessiert nur, ob das Zeug bei Euch vielleicht Krebs erregt, tussinochmal! Wichtig it die Artenvielfalt, stupid, falls Du Ossi-Tante genug Englisch verstehst, um zu kapieren, was ich meine! Ich bin wirklich ein h\u00f6flicher Frosch, aber ich verfolge jeden Tag die Diskrepanzen zwischen Deinen Absichtserkl\u00e4rungen und Deinen Handlungen, und deshalb bin ich jetzt etwas echauffiert. Sorg daf\u00fcr, dass das Zeug verboten wird, alle Bienen und Fr\u00f6sche werden es Dir danken!&#8220;\n<\/p>\n<p>\n&#8222;Ich werde auch von Dir tr\u00e4umen. Von Euch allen. Darf ich noch eine letzte Frage stellen?&#8220;\n<\/p>\n<p>\n&#8222;Na klar.&#8220; Das war erkennbar wieder eine B\u00e4renstimme.\n<\/p>\n<p>\n&#8222;Ihr seid doch nicht wirklich, oder?&#8220;\n<\/p>\n<p>\n&#8222;Wie meinst Du das?&#8220;\n<\/p>\n<p>\n&#8222;Euch gibt es doch nicht!&#8220;\n<\/p>\n<p>\n&#8222;Doch, uns gibt es. Dir hier gegen\u00fcber sind wir nur ein Hologramm. Aber in unserem Dorf sind wir aus Fleisch und Blut. Und intellektuell arbeiten wir daran, beachtet zu werden.&#8220;\n<\/p>\n<div align=\"center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.baerdel.de\/baerdel\/baerdel3.JPG\" width=\"536\" height=\"573\" alt=\"B\u00e4rdel\"\/><\/div>\n<p>\n Juni 2016\n<\/p>\n<p>Die Besuche der vorhergehenden Kanzler in B\u00e4renleben findet ihr<a href=\"http:\/\/www.baerdel.de\/baerdel\/kanzler.html\"> hier<\/a> und <a href=\"http:\/\/www.baerdel.de\/baerdel\/kullevorl.html\">hier<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Kanzlerin &#8222;Entschuldige bitte, Joachim! Ja, nat\u00fcrlich m\u00f6chte ich lieber zusammen mit Dir in den Alpen wandern, wie jeden Sommer. Und ich habe nun mal nur knapp drei Wochen Urlaub vom Regieren, das ist wenig genug. Du als Prof mit Deinen opulenten Semesterferien &#8211; davon kann unsereins nur tr\u00e4umen. Die paar Tage muss ich jetzt&hellip; <a class=\"more-link\" href=\"https:\/\/baerdel.de\/maerchen\/2016\/06\/die-kanzlerin\/\"><span class=\"screen-reader-text\">Die Kanzlerin<\/span> weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_crdt_document":"","footnotes":""},"categories":[10,5,21],"tags":[],"class_list":["post-176","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-baerdel","category-baerdel3","category-kanzlermaerchen","entry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/baerdel.de\/maerchen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/176","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/baerdel.de\/maerchen\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/baerdel.de\/maerchen\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/baerdel.de\/maerchen\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/baerdel.de\/maerchen\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=176"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/baerdel.de\/maerchen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/176\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":801,"href":"https:\/\/baerdel.de\/maerchen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/176\/revisions\/801"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/baerdel.de\/maerchen\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=176"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/baerdel.de\/maerchen\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=176"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/baerdel.de\/maerchen\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=176"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}