{"id":1689,"date":"2024-01-28T18:32:28","date_gmt":"2024-01-28T16:32:28","guid":{"rendered":"https:\/\/baerdel.de\/maerchen\/?p=1689"},"modified":"2024-01-28T18:32:29","modified_gmt":"2024-01-28T16:32:29","slug":"die-kluge-bauerntochter","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/baerdel.de\/maerchen\/2024\/01\/die-kluge-bauerntochter\/","title":{"rendered":"Die kluge Bauerntochter"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es war einmal ein Bauer, der hatte viel Land, und weil er viel Land hatte, war er reich. Er lebte n\u00e4mlich unter einem K\u00f6nig, der seinen Bauern regelm\u00e4\u00dfig Geld schenkte. Das Geschenk richtete sich nach dem Landbesitz. Je mehr Land ein Bauer hatte, desto mehr Geld bekam er geschenkt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Bauer freute sich jedes Jahr \u00fcber den Geldsegen, aber er fand, dass solche Geschenke keine Selbstverst\u00e4ndlichkeit sind. Deshalb fasste er den Entschluss, sich bei seinem K\u00f6nig daf\u00fcr zu bedanken.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aber bevor er das tat, teilte er seiner Tochter den Plan mit. Die junge Frau war sein einziges Kind, das er sehr liebte. Und sie war sehr klug, deshalb fragte er sie in allen wichtigen Dingen um Rat.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eDankbarkeit ist etwas sch\u00f6nes, lieber Vater,\u201c sagte sie, nachdem sie zugeh\u00f6rt hatte. \u201eAber Du wirst es bereuen, wenn Du den K\u00f6nig durch Deinen Dank auf Deine Lage aufmerksam machst.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eWieso?\u201c fragte der Vater verwundert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eIch habe geh\u00f6rt, dass unser K\u00f6nig ein kluger Mann ist. Und kluge M\u00e4nner, wirklich kluge M\u00e4nner, verabscheuen Ungerechtigkeiten.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eDas will ich gern glauben,\u201c sagte der Vater, aber was hat das mit mir zu tun?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eDu bist auch ohne die Geschenke des K\u00f6nigs reich, denn Du besitzt viel Land. Das Geld des K\u00f6nigs macht Dich noch reicher. Andere Bauern mit wenig Land sind arm. Weil sie wenig Land haben, bekommen sie nur wenig oder gar kein Geld geschenkt. Sie bleiben arm oder werden sogar noch \u00e4rmer. Die k\u00f6niglichen Geschenke versch\u00e4rfen die Einkommensunterschiede bei den Bauern. Das ist ungerecht, findest Du nicht auch?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eWenn das ungerecht w\u00e4re, h\u00e4tte der K\u00f6nig das System l\u00e4ngst abgeschafft,\u201c meinte der Bauer. \u201eDu hast selbst gesagt, dass er ein kluger Mann ist.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eAuch kluge Menschen k\u00f6nnen nicht alles wissen. Vater, ich warne Dich!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Bauer ignorierte die Bedenken seiner Tochter, erbat eine Audienz beim K\u00f6nig, wurde vorgelassen und stattete seinen Dank ab wie geplant. Zu seinem Entsetzen wurde der K\u00f6nig puterrot im Gesicht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eWas erz\u00e4hlst Du mir da? Das ist ja eine himmelschreiende Ungerechtigkeit! Wer hat, dem wird gegeben? Der Teufel schei\u00dft immer auf den gr\u00f6\u00dften Haufen? Nicht in meinem K\u00f6nigreich! Dein Geschenk wird ab sofort gestrichen!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Bauer stieg auf seinen riesigen Trecker, programmierte den Weg nach Hause und verlie\u00df sich auf die Elektronik, denn er konnte durch den Tr\u00e4nenschleier vor seinen Augen kaum etwas sehen. Als er auf seinem Hof ankam, war er stockheiser, denn er hatte auf dem gesamten Weg lauthals geklagt: \u201eOh, h\u00e4tt ich meiner Tochter nur geglaubt! Oh, h\u00e4tt ich meiner Tochter nur geglaubt!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das ganze Land hatte es geh\u00f6rt. Und nat\u00fcrlich auch der K\u00f6nig. Er befahl seinem Hofmarschall, dem Bauern eine Kurznachricht zu schicken und ihn zu fragen, was er seiner Tochter nicht geglaubt habe. Der Bauer twitterte zur\u00fcck und informierte den Hofmarschall, der sofort dem K\u00f6nig Bericht erstattete. Daraufhin beorderte der K\u00f6nig die Tochter zu sich. Umgehend. Eine solch kluge Person wolle er unbedingt kennenlernen. Diesen Tweet schickte er h\u00f6chstpers\u00f6nlich ab.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Tochter seufzte, aber sie wusste, dass man einem K\u00f6nig gehorchen musste. Sie setzte sich sofort auf ihr Fahrrad und trat energisch in die Pedale. Als kluger Mensch war sie nat\u00fcrlich umweltbewusst und besa\u00df kein Auto. Noch schneller w\u00e4re sie beim K\u00f6nig gewesen, wenn sie mit Bus oder Bahn h\u00e4tte fahren k\u00f6nnen, aber in ihrem Dorf gab es leider keinen \u00f6ffentlichen Personennahverkehr.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ziemlich au\u00dfer Atem kam sie im Schloss an. Der K\u00f6nig empfing sie sofort, obwohl er gerade seinen Nachmittagskaffee trank.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eWas muss ich von Deinem Vater h\u00f6ren?\u201c fragte er emp\u00f6rt. \u201eIch mache eine v\u00f6llig falsche Landwirtschaftspolitik, und Du hast das gewusst? Warum hast Du mir das nicht gesagt?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eIch habe nicht angenommen, dass Du das h\u00f6ren willst, K\u00f6nig. Ich bin nicht davon ausgegangen, dass ich zu Dir vordringen k\u00f6nnte. Wer im Schloss wohnt, ist normalerweise nicht an der Meinung der kleinen Leute interessiert. H\u00f6chstens, wenn er wieder gew\u00e4hlt werden will. Aber das spielt in Deinem Fall ja keine Rolle. Du bist K\u00f6nig qua Geburt.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ohne zu fragen nahm sich die Tochter ein gro\u00dfes St\u00fcck Bienenstich von der Kuchenplatte. Das Radfahren hatte sie hungrig gemacht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eMag sein, dass Du recht hast,\u201c gab der K\u00f6nig selbstkritisch zu. \u201eAber jetzt m\u00f6chte ich alles h\u00f6ren. Was kannst Du mir noch von der Landwirtschaft erz\u00e4hlen?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eViel, aber es wird Dir nicht gefallen. Willst Du das wirklich h\u00f6ren?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eNun fang schon an,\u201c knurrte der K\u00f6nig.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Tochter schluckte ihren ersten Bienenstich hinunter.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eAlso gut,\u201c sagte sie. \u201eDass Deine Subventionen f\u00fcr die Landwirtschaft gro\u00dfe Agrarbetriebe beg\u00fcnstigen und kleine H\u00f6fe in den Ruin treiben, hast Du inzwischen wohl verstanden. Aber auch die Gro\u00dfbetriebe sind nicht gl\u00fccklich. Die Ackerbauern sind abh\u00e4ngig vom Wetter und von Kriegen irgendwo auf der Welt, was die Preise f\u00fcr ihre Produkte steigen oder fallen l\u00e4sst. Den Viehz\u00fcchtern sitzen die Lebensmittelkonzerne im Nacken. Mit ihrer Einkaufsmacht k\u00f6nnen sie die Abnahmepreise f\u00fcr viele Produkte praktisch diktieren, so dass den Bauern kaum Gewinn bleibt. Oder gar keiner. Au\u00dferdem sind da die Konsumenten. Die essen gerne Fleisch und Eier und Milchprodukte, aber bezahlen wollen sie daf\u00fcr m\u00f6glichst wenig. Also m\u00fcssen die Bauern billig produzieren. Das Ergebnis ist tierqu\u00e4lerische Massenhaltung. Das ist den Konsumenten auch wieder nicht recht, und der Bauer, der seinen Schweinen die Schw\u00e4nze kupiert, damit sie sich in der Enge nicht gegenseitig anfressen, ist der Buhmann.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Bauer ist nicht nur deshalb der Buhmann. Er bringt zu viel D\u00fcnger aus, seine vielen Tiere produzieren zu viel G\u00fclle. Er sch\u00e4digt damit das Grundwasser. Er benutzt zu viele Pestizide, denn er muss seinen Ertrag steigern. Die Pestizide sch\u00e4digen viele Arten, vor allem Insekten. Viele V\u00f6gel ern\u00e4hren sich aber von Insekten. Die wenigen V\u00f6gel, die das Verschwinden von Hecken und intakten Feldrainen \u00fcberlebt haben, finden nichts mehr zu picken.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Tochter nahm sich noch ein St\u00fcck Bienenstich. \u201eReicht das erstmal, oder soll ich weitermachen?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der K\u00f6nig winkte ermattet ab. \u201eDas ist mehr als genug. Das wusste ich alles nicht!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eWarum nicht?\u201c Die Tochter biss ein St\u00fcck Kuchen ab. \u201eDu h\u00e4ttest nur aus dem Fenster zu sehen brauchen. Du musstest nur \u00fcbers Feld gehen. Du h\u00e4ttest nur zu h\u00f6ren und zu riechen brauchen!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eGut, gut, aber ich habe so viele andere Probleme um die Ohren. Da ist die Legalisierung von Cannabis und die Erweiterung meines Schlosses und\u2026\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eToll!\u201c kommentierte die Tochter.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sogar der K\u00f6nig verstand die Ironie.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eWas soll ich denn jetzt machen?\u201c fragte er hilflos.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eDir wird schon etwas einfallen,\u201c meinte die Tochter. \u201eMein Vater sagt, Du bist ein kluger Mann. Und jetzt hast Du ja alle notwendigen Informationen. Ich gehe dann mal wieder. Vielen Dank f\u00fcr den Kuchen.\u201c Sie stand auf.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eHalt!\u201c rief der K\u00f6nig. \u201eGeh jetzt bitte nicht. Ich brauche Deinen Rat.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Weil er \u201abitte\u2018 gesagt hatte, setzte sich die Tochter wieder.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eIch w\u00fcnsche mir, dass Du mir hilfst. Was muss ich Dir daf\u00fcr geben? Ich h\u00e4tte da wundersch\u00f6ne Kleider, die scheinen und strahlen und glitzern wie der Mond, die Sonne und die Sterne. W\u00e4re das etwas?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Tochter lachte laut los. \u201eK\u00f6nig, Du hast zu viele M\u00e4rchen gelesen! Aus solchem Schnickschnack mache ich mir nichts. Und jetzt versprich mir bitte nicht auch noch, dass ich Deinen Sohn heiraten darf, wenn ich Dich berate. Ich stehe n\u00e4mlich auf Frauen, und eine Tochter hast Du nicht, wie ich wei\u00df.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der K\u00f6nig machte einen neuen Anlauf. \u201eSag mir, kannst Du zaubern? Ja? Dann kannst Du mir sicher drei W\u00fcnsche erf\u00fcllen, nicht wahr?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Tochter nickte. \u201eDas k\u00f6nnte ich schon. Mache ich aber nicht.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eWarum nicht?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eMan wei\u00df doch, wie das ausgeht. Die guten Seelen w\u00fcnschen sich ein gesundes Leben auf der Erde und danach ein gl\u00fcckliches im Himmel und noch irgendeinen belanglosen Schnickschnack. Erstens bezweifle ich, dass Du eine gute Seele bist, und zweitens l\u00f6st das Dein Problem mit der Landwirtschaft nicht. Und probleml\u00f6sungsorientierte W\u00fcnsche gehen in der Regel in die Hose. Also angenommen, Du w\u00fcnschst Dir das Ende der Massentierhaltung. K\u00f6nnte ich machen. Schwupps sind mindestens 90 Prozent aller Puten, H\u00fchner, Schweine und Rinder weg. Mal abgesehen von der Frage, was aus all den Tieren wird \u2013 kannst Du Dir vorstellen, was dann in Deinem Reich los ist? Massendemonstrationen finden statt: nicht nur von enteigneten Bauern, sondern von w\u00fctenden Konsumenten, die in den Superm\u00e4rkten nur noch Veganes in den Regalen finden. Kein Fr\u00fchst\u00fccksei, keine Butter f\u00fcr das Brot, vom Kotelett ganz zu schweigen. Was machst Du also notgedrungen als n\u00e4chstes: genau, mit Deinem zweiten Wunsch machst Du den ersten r\u00fcckg\u00e4ngig. Damit hast Du die Wut der Menschen aber noch nicht bes\u00e4nftigt. Als drittes l\u00e4sst Du eine unangreifbare Security-Zone um Dein Schloss errichten. Much ado about nothing, und verbessert hat sich gar nichts.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eAlso gut, meine Vorschl\u00e4gen taugen offensichtlich nichts,\u201c gab der K\u00f6nig entmutigt zu. \u201eUnd ich gestehe, dass mir nichts einf\u00e4llt. Kannst Du mir bitte etwas raten?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das zweite \u201abitte\u2018 stimmte die Tochter wieder milde. \u201eWenn landwirtschaftliche Produkte umweltvertr\u00e4glich und artgerecht hergestellt werden sollen, werden sie teurer sein als heute. Das ist unvermeidlich, denn die Produktionskosten sind h\u00f6her. Die Konsumenten m\u00fcssen mehr Geld f\u00fcr Nahrungsmittel ausgeben. Das ist f\u00fcr meinen Vater und f\u00fcr mich kein Problem: Wir sind reich. F\u00fcr sozial schwache Menschen wie Arbeitslose, Arbeitskr\u00e4fte in prek\u00e4ren Besch\u00e4ftigungsverh\u00e4ltnissen und die meisten Rentner ist das aber sehr wohl ein Problem. Die erste Ma\u00dfnahme, die Du durchf\u00fchren musst, ist also, Deine Schatzkammer zu \u00f6ffnen. Der Mindestlohn und das B\u00fcrgergeld werden verdoppelt, die Renten werden um 50 Prozent angehoben.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eOh weh,\u201c sagte der K\u00f6nig niedergeschlagen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eDas ist aber nicht alles, wie Du Dir denken kannst. Du musst Deinen Landwirtschaftsminister neue Gesetze ausarbeiten lassen, die Du verk\u00fcnden l\u00e4sst: hohe Standards f\u00fcr landwirtschaftliche Produktion, Wiedervern\u00e4ssung der Moore, eine \u00f6kologische Forstwirtschaft.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eJetzt hast Du aber nicht nachgedacht!\u201c Der K\u00f6nig war schnell wieder obenauf. \u201eWir leben in einer Weltwirtschaft mit weltweiten Handelsketten, wenn ich Dich daran erinnern darf. Wenn wir in meinem Reich teure Agrarprodukte herstellen, werden wir von Billigwaren aus allen anderen Teilen der Welt \u00fcberschwemmt!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eMein Vater hat zu recht gesagt, dass Du ein kluger Mann bist,\u201c schmunzelte die K\u00f6nigstochter. \u201eGenau darin kann ein Problem liegen. Da hilft nur eins: Solche Waren werden nicht in Dein Reich hereingelassen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eUnd das soll gutgehen?\u201c fragte der K\u00f6nig skeptisch.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eLass die Sache von Deinem Hofmathematiker durchrechnen. Ich bin zuversichtlich, dass er mir beipflichten wird. Und falls die Sache nicht gutgeht: Alles andere geht bestimmt schief, das kannst Du mir glauben.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Tochter stand auf. \u201eKann ich jetzt gehen?\u201c wollte sie wissen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch der K\u00f6nig erhob sich. \u201eIch danke Dir sehr,\u201c sagte er und verneigte sich tief vor der Tochter. \u201eDarf ich Dich in meiner goldenen Kutsche nach Hause bringen lassen?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eDas ist sehr gro\u00dfz\u00fcgig, aber: nein, danke. Ich bin mitm Radl da. Langfristig solltest Du aber daf\u00fcr sorgen, dass mein Dorf mit einem ordentlichen Takt an den \u00d6PNV angeschlossen wird.\u201c Und sie ging davon.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Januar 2024<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es war einmal ein Bauer, der hatte viel Land, und weil er viel Land hatte, war er reich. 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