{"id":1665,"date":"2023-12-06T14:34:03","date_gmt":"2023-12-06T12:34:03","guid":{"rendered":"https:\/\/baerdel.de\/maerchen\/?p=1665"},"modified":"2023-12-06T14:34:04","modified_gmt":"2023-12-06T12:34:04","slug":"aerzte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/baerdel.de\/maerchen\/2023\/12\/aerzte\/","title":{"rendered":"\u00c4rzte"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein Blick in den Kalender zeigte ihm, dass es wieder so weit war: Er bekam Besuch wie an jedem ersten Mittwoch im Monat, und er erwartete stets dieselben G\u00e4ste zu seinem jour fixe. Zwar war er des Rituals l\u00e4ngst \u00fcberdr\u00fcssig, aber immer nur mit sich allein sein mochte er auch nicht. Und: Wen sonst h\u00e4tte er einladen sollen?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Er hatte bei diesen Treffen stets ein Abendessen parat, bei dessen Zusammenstellung er nicht \u00fcberlegte, worauf die Eingeladenen vermutlich Appetit hatten, sondern sich nach den eigenen Gel\u00fcsten richtete. Au\u00dferdem hatten seine G\u00e4ste immer auf alles Appetit. Er wartete nat\u00fcrlich nicht selbst auf, wie sollte er das auch, er hatte Besseres und Wichtigeres zu tun als in der K\u00fcche zu stehen. Au\u00dferdem konnte er gar nicht kochen, aber das h\u00e4ngte er nicht an die gro\u00dfe Glocke.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es war Gretels Aufgabe, die Speisen zuzubereiten und zu servieren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Er hatte sie aus Mitleid ins Haus genommen. Eigentlich brauchte man heutzutage keine K\u00f6chin, wohlschmeckende fertige Mahlzeiten und Getr\u00e4nke konnte man f\u00fcr Geld in Gesch\u00e4ften erwerben, und Geld hatte er genug. Au\u00dferdem war bekannt, dass es mit ihrer Ehrlichkeit nicht weit her war. Sie war verfressen und versoffen und stahl, sobald sich die Gelegenheit bot. Wurde sie erwischt, fiel dem einfallsreichen Weib immer eine Ausrede ein. Aber sie hatte ihm leid getan, als sie vor seiner T\u00fcr stand und h\u00e4nderingend um Arbeit bat, und sei es nur f\u00fcr Kost und Logis. War er hartherzig genug, sie an den Bettelstab zu bringen? Wer, wenn nicht ein Reicher wie er, konnte einer Hausangestellten Arbeit geben? Und Reiche gab es nur noch wenige unter ihnen. Er hatte sich erweichen lassen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eGretel,\u201c sagte er jetzt, \u201eich erwarte heute Abend die \u00fcblichen drei G\u00e4ste, und ich habe Hunger auf H\u00fchnchen. Also sollst Du f\u00fcnf H\u00fchnchen vorbereiten. Eins davon ist f\u00fcr Dich, das sollst Du jetzt schon wissen, damit Du nicht zu stehlen brauchst. Dazu besorgst Du f\u00fcnf Flaschen Wein, f\u00fcr wen die f\u00fcnfte ist, brauche ich Dir nicht zu sagen. Um sieben Uhr servierst Du, verstanden?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die K\u00f6chin knickste und bedankte sich. Zuerst ging sie in ihre Kammer und legte sich aufs Bett. In fr\u00fcheren Zeiten h\u00e4tte sie sich sofort zum H\u00fchnerhof aufgemacht und f\u00fcnf Hennen eingefangen und get\u00f6tet. Danach h\u00e4tte es viel Arbeit gegeben, bis das Essen auf dem Tisch stand: Die V\u00f6gel ausbluten lassen, ausnehmen, br\u00fchen und rupfen, schlie\u00dflich w\u00fcrzen. Holz h\u00e4tte gesammelt werden m\u00fcssen, um ein Feuer unter dem Bratspie\u00df zu entfachen, auf den die Tiere gesteckt wurden. Und dann hie\u00df es drehen, drehen und nochmals drehen. Stundenlang war man damals nur damit besch\u00e4ftigt, ein paar H\u00fchner zu braten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aber heutzutage hatte sie Zeit. Ein Supermarkt mit gro\u00dfen K\u00fchlregalen war nur ein paar Stra\u00dfenecken entfernt. Die H\u00fchner, die dort auf Kunden warteten, waren bratfertig vorbereitet. Und der Backofen in ihrer K\u00fcche brauchte&nbsp; nur eingeschaltet zu werden. W\u00e4hlte man eine Heizart und sagte ihm Temperatur und Zeit, erledigte er die Arbeit ganz unbeaufsichtigt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eGretel,\u201c sagte sie fr\u00f6hlich zu sich, \u201ees geht Dir so unversch\u00e4mt gut, dass es gar nicht zu sagen ist!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ihr Arbeitgeber dagegen litt unter einem Anfall von Selbstmitleid. Von unbegr\u00fcndetem Selbstmitleid, das gab er zu. Er sah sich um: Er sa\u00df in einem sowohl ergonomischen wie gem\u00fctlichen Sessel in einem gut beheizten gro\u00dfen Wohnraum. Aus hohen Regalen an den W\u00e4nden sahen ihn die R\u00fccken seiner besten Freunde an: Hunderte von B\u00fcchern, vielleicht tausende. Hinter den gro\u00dfen Fenstern lang ein gepflegter Garten. Die Nachbarn waren so weit entfernt, dass er sie ignorieren konnte. Viele waren es nicht in diesem kleinen Villenviertel.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Er hatte nicht immer so luxuri\u00f6s gelebt. Sein Vater war Holzf\u00e4ller gewesen. Der Alte war lange tot, die schwere Waldarbeit hatte ihn fr\u00fch gezeichnet und seine Gesundheit zerr\u00fcttet. Als er einen Sohn bekommen hatte, schwor er sich, der sollte besser leben als er. Und er meinte, der Weg zu einem besseren Leben f\u00fchrte \u00fcber Bildung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Armer, naiver alter Vater! Bis zu seinem Tod hat er an diese Idee geglaubt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Vater schund sich vom fr\u00fchen Morgen bis zum sp\u00e4ten Abend, um dem Sohn die hohe Schule bezahlen zu k\u00f6nnen, auf die er ihn schickte. Der Junge lernte gerne und gut, aber als der Alte trotz seiner Plackerei das Schulgeld nicht mehr aufbringen konnte, nahm der Sohn die Sache leicht. Er begleitete den Vater heiter in den Wald zur Arbeit, brachte aber wenig zuwege: Er hatte Muskeln im Gehirn ausgebildet, aber nicht in den Armen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nein, mit dem Holzf\u00e4llen und ihm klappte es nicht. Nat\u00fcrlich wollte er das dem Vater gegen\u00fcber nicht zugeben; welcher Halbstarke gesteht schon seinem Vater, dass er f\u00fcr etwas zu schwach ist? Lieber ging er pfeifend in den Wald und gab vor, Vogelnester suchen zu wollen. Allerdings stand ihm eher der Sinn danach, in blinder Wut Disteln zu k\u00f6pfen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sein Blick fiel auf eine kleine Glasflasche auf dem Tischchen, das er als Hausbar nutzte. Das Fl\u00e4schchen war unscheinbar, versteckt zwischen Whisky, Wodka und Brandy, es war nie einem einer G\u00e4ste aufgefallen. F\u00fcr ihn war es sein wertvollstes Gut, der Schl\u00fcssel zum guten Leben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Damals, an dem einen Tag im Wald mit seinem Vater, hatte er diese Flasche gefunden. Sie lag zwischen den Wurzeln einer riesigen alten Eiche, und aus ihr drang ein Stimmchen: \u201aLass mich raus, lass mich raus!\u2018 So dringlich war das Flehen, dass das Fl\u00e4schchen im Rhythmus der Stimme zu h\u00fcpfen schien.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vielleicht h\u00e4tte ich den Kerl da drin lassen sollen, dachte er manchmal. Ja, nat\u00fcrlich w\u00e4re ich dann weder angesehen noch reich. Aber die Dem\u00fctigung w\u00e4re mir erspart geblieben. Das Wissen, dass ich ohne ihn nichts bin.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Er hatte \u201aden Kerl\u2018 nicht drin gelassen, sondern arglos den Korken aus dem Flaschenhals gezogen. Hatte beobachtet, wie d\u00fcnner Rauch aus dem Flakon quoll, der sich rasch zu einem riesigen Wesen zusammensammelte, das ihm drohte, ihm den Hals zu brechen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es war eigentlich eine absurde Situation: Der Geist, oder was immer die Gestalt aus Rauch sein mochte, behauptete, der gro\u00dfm\u00e4chtige Merkurius zu sein. Merkur! Hermes! Ein Sohn des Zeus! Der Gott des Handels und der Kaufleute, aber auch der Diebe und des Gewinns. Wof\u00fcr hielt ihn diese Dunstwolke? Er war auf eine hohe Schule gegangen, er kannte sich aus in der Welt der griechischen G\u00f6tter, er h\u00e4tte Merkur sofort anhand seiner Attribute erkannt, am Hermesstab, am gefl\u00fcgelten Helm und den Fl\u00fcgelschuhen und auch am Geldbeutel, den er oft in der rechten Hand hielt.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nichts dergleichen konnte er an dem Qualmwesen ausmachen. Und noch etwas passte nicht zu einem olympischen Gott: Dass er zur Strafe in einem Fl\u00e4schchen eingeschlossen gewesen sein sollte und dass er demjenigen, der ihm die Freiheit gab, den Hals brechen musste. Musste! Wer, wenn nicht Zeus pers\u00f6nlich, h\u00e4tte mit ihm auf diese Weise umspringen k\u00f6nnen? Und wenn der G\u00f6ttervater das getan h\u00e4tte: H\u00e4tte er nicht eine entsprechende G\u00f6ttersage auf seiner Schule gelernt?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Kerl hielt ihn offenbar f\u00fcr dumm und log das Blaue vom Himmel herunter. Wer so dreist war, war vermutlich selber dumm \u2013 oder \u00e4u\u00dferst ausgekocht, aber das hier er f\u00fcr wenig wahrscheinlich. Er ging das Risiko ein, stellte sich misstrauisch und appellierte zugleich an die Eitelkeit seiner neuen Bekanntschaft. \u201aWenn Du dieser gro\u00dfe Geist bist, dann kannst Du sicher auch wieder in Deine Flasche zur\u00fcckschl\u00fcpfen.\u2018<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Er hatte richtig kalkuliert. Schwuppdiwupp war der Kerl wieder durchsichtiger Rauch im Fl\u00e4schchen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Schluss mit den Erinnerungen! befahl er sich nach einem Blick auf seine Smartwatch. Zeit f\u00fcr die Sprechstunde!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Empfang, Warte- und Sprechzimmer hatte er im vorderen Teil seines Hauses eingerichtet. Seine Praxishelferin war perfekt darin, die Patienten um ihre Krankenversicherungskarte zu bitten, die sie in den Computer einlas. Mehr als Gesundheitskartendaten enthielt der Rechner nicht. Es gab keine Patientenakten oder Abrechnungen. Wozu auch? Er brauchte sich nichts zu merken, und er brauchte kein Geld. Er wahrte nur den Schein.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zum Schein geh\u00f6rte auch, dass seine h\u00fcbsche Helferin nicht nur bis drei z\u00e4hlen konnte. Er hatte ihr beigebracht, bis hundert zu kommen. So viele Kranke suchten bisweilen an einem Tag seine Hilfe, aber dennoch brauchte niemand sehr lange zu warten. Er erledigte seine Arbeit z\u00fcgig.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dabei vermied er den Eindruck, ein Wunderheiler zu sein. Stethoskop und Blutdruckmessger\u00e4t waren stets zur Hand, auch lie\u00df er seine Besucher erz\u00e4hlen, was sie plagte, ohne sie zu unterbrechen. Er machte w\u00e4hrenddessen eine interessierte Miene, ohne allerdings zuzuh\u00f6ren. Zu gegebener Zeit bemerkte er: \u201aDa kann ich wohl helfen\u2018. Wenn er diesen Satz sagte, ber\u00fchrte er den Kranken mit dem Ballen seiner rechten Hand. Anschlie\u00dfend unternahm er gar nichts oder verordnete ein belangloses Medikament oder eine unwirksame Therapie.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Manchen seiner Patienten entging nicht, dass er an der rechten Hand ein Pflaster trug. Es reichte vom Handballen \u00fcber die Daumenwurzel bis zum Handr\u00fccken. Die Mutigeren, die es wagten, einen Arzt nach seinem pers\u00f6nlichen Befinden zu fragen, erkundigte sich nach der Art seiner Wunde. Er antwortete, es handele sich um ein Ekzem. Da anscheinend niemand mit dieser Auskunft etwas anfangen konnte, benutzte er sie dauernd.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Er sonnte sich in der Dankbarkeit all derer, die er heilen konnte, und w\u00fctete insgeheim dar\u00fcber, dass die medizinische Kunst, die er anwendete, nicht aus seinen Kenntnissen erwuchs, sondern aus der Kraft, die einem sch\u00e4bigen Lappen innewohnte. Dem Lappen, den er, getarnt als Pflaster, auf seiner Hand befestigt hatte. Dem Lappen, den der Geist aus der Flasche ihm als Belohnung gegeben hatte, daf\u00fcr, dass er ihn zum zweiten Mal aus seinem Gef\u00e4ngnis befreit hatte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Er h\u00fctete sich, einem Kranken mit dem Pflaster auf dem Handr\u00fccken nahe zu kommen. Wem oder was er mit diesem Ende des Lappens nahe kam, der oder das wurde zu Silber.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Seit dem Tag im Wald hatte er keine finanziellen Sorgen mehr: Seine Axt, die er sowieso nicht ordentlich schwingen konnte, machte er sogleich zu Silber. Als wissbegieriger Mensch setzte er sp\u00e4ter seine Studien fort. Aber trotz aller Bem\u00fchungen um Wissen blieb es dabei: Kranke heilen konnte er nicht mit seinen medizinischen Kenntnissen, sondern mit einem magischen Lappen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es gab nur wenige Menschen aus seiner Heimat, die so gebildet waren wie er. Wenn man es genau nahm, gab es nicht einmal einen f\u00e4higen Mediziner. Unter den sehr wenigen, die als \u00c4rzte galten, hatte er seine n\u00e4here Gesellschaft gew\u00e4hlt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zuerst waren es sechs G\u00e4ste, die er an die Tafel in seiner Villa bat. Die drei Chirurgen waren unterhaltsame Zeitgenossen und wussten viel aus ihrem bewegten Leben zu erz\u00e4hlen, aber es stellte sich rasch heraus, dass ihr Leben f\u00fcr seinen Geschmack zu bewegt gewesen war. Sie waren aufgrund ungl\u00fccklicher Umst\u00e4nde, bei denen nat\u00fcrlich die verliebte Selbstvergessenheit eines dummen jungen Weibes die zentrale Rolle spielte, Opfer von Organtransplantationen geworden, die sie allerdings selbst initiiert hatten. Sie hatten beabsichtigt, sich selbst eigene Organe zu entnehmen und nach einer gewissen Zeit wieder zu implantieren, um ihre Kunstfertigkeit unter Beweis zu stellen. Wegen der Verliebtheit der jungen Frau, die nicht auf ihre gefr\u00e4\u00dfige Katze aufgepasst hatte, mussten sie jedoch mit Ersatzteilen vorlieb nehmen, die nicht ihre eigenen waren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Daran, dass einer der drei ein Auge hatte, mit dem er in der Nacht besser sah als am Tag, weil es von einer Katze stammte, konnte er sich gew\u00f6hnen. Auch daran, dass er best\u00e4ndig von M\u00e4usen redete.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Schon schwerer fiel es ihm, das ungeb\u00fchrliche Benehmen des zweiten zu tolerieren, der auf allen vieren unter dem Tisch und in allen Ecken herumschn\u00fcffelte, was ihm sein Schweineherz zu befehlen schien.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/baerdel.de\/maerchen\/wp-content\/uploads\/Grimm1917-00174.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"737\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/baerdel.de\/maerchen\/wp-content\/uploads\/Grimm1917-00174-737x1024.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-1666\" srcset=\"https:\/\/baerdel.de\/maerchen\/wp-content\/uploads\/Grimm1917-00174-737x1024.png 737w, https:\/\/baerdel.de\/maerchen\/wp-content\/uploads\/Grimm1917-00174-216x300.png 216w, https:\/\/baerdel.de\/maerchen\/wp-content\/uploads\/Grimm1917-00174-768x1067.png 768w, https:\/\/baerdel.de\/maerchen\/wp-content\/uploads\/Grimm1917-00174.png 800w\" sizes=\"auto, (max-width: 737px) 100vw, 737px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Beim dritten allerdings hatte seine Toleranz ein Ende: Nach seinem Besuch waren seine wertvollen Uhren verschwunden. Der Arme hatte sich statt seiner eigenen die Hand eines Diebes ann\u00e4hen m\u00fcssen, der am Galgen geendet hatte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Da die drei Chirurgen unzertrennliche Freunde waren, strich er sie von seiner G\u00e4steliste.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die ersten beiden seiner G\u00e4ste heute waren p\u00fcnktlich. Dqs war keine \u00dcberraschung, denn sie waren immer auf die Minute p\u00fcnktlich, w\u00e4hrend der dritte zuverl\u00e4ssig eine Viertelstunde zu sp\u00e4t kam. Dessen erste Frage war dann stets: \u201eSind hier alle gesund, oder ist ein Kranker unter Euch?\u201c Er trat erst dann, sichtlich erleichtert, ins Haus, wenn ihm versichert wurde, alle seien gesund und munter.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zuerst kamen also Krebs und seine Frau. Beide waren gem\u00fctlich, dick und rotgesichtig.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Krebs trat ein, sah sich um und bemerkte zutreffend: \u201eIch bin der erste.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Seine Frau nickte und best\u00e4tigte ihn: \u201eDu bist der erste.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eDann bist Du die zweite!\u201c folgerte Krebs.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eIch bin also die zweite!\u201c echote seine Frau.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eEs fehlt noch der dritte, denke ich.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eJa, es fehlt sicher noch der dritte.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eBin ich nicht ein kluger Krebs?\u201c Er schaute seine Frau an und w\u00fcnschte sich Lob von ihr.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eOh ja, Du bist ein sehr kluger Krebs!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Heilige Einfalt! Nein, in Zukunft w\u00fcrde er sich diesen Schwachsinn sicher nicht mehr anh\u00f6ren wollen. Aber da die beiden Einfaltspinsel nun einmal da waren, konnte er sich auch einen Spa\u00df mit ihnen machen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Er bot ihnen Wein an, sagte, man werde in ein paar Minuten leckere H\u00fchnchen zu essen bekommen, und fragte dann: \u201eNun, Doktor Allwissend, was machen die Studien?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eAch, Herr Kollege, der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach. Ich plage mich mit meinem ABC-Buch nach Kr\u00e4ften, aber noch ist es mir nicht gelungen, das gesamte Alphabet zu durchdringen. Es ist ja auch so anspruchsvoll! Momentan stecke ich beim Buchstaben \u201aK\u2018 fest. Aber das macht ja nichts \u2013 ich habe nun mal meine Reputation. Dass ich die Diebe in einem sensationellen Fall enttarnt habe, das kann mir niemand nehmen!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eDer Buchstabe \u201aK\u2018,\u201c sagte er mit gespielter Ernsthaftigkeit. \u201eEin interessanter Buchstabe! Welche Erkenntnisse haben Sie aus dem Studium dieses Buchstabens gewonnen?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Krebs beugte sich vor und fl\u00fcsterte konspirativ: \u201eEs gibt einen neuen Drachen!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eAber \u201aDrache\u2018 f\u00e4ngt doch mit \u201aD\u2018 an!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eNat\u00fcrlich f\u00e4ngt \u201aDrache\u2018 mit \u201aD\u2018 an. Ich spreche nicht von der Art, ich spreche von seinem Namen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eAh, er hat einen Namen. Wie hei\u00dft er denn?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eKemtrell.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eKemtrell? Diesen Namen habe ich noch nie geh\u00f6rt.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eWie gut, dass Sie mich kennen. Ich kann Sie also vor ihm warnen. Aber gesehen haben Sie seine Spuren am Himmel bestimmt schon.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eSpuren am Himmel?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eWenn der Himmel bedeckt ist, versteckt er sich hinter den Wolken. Aber bei blauem Himmel kann er sich nicht tarnen. Er st\u00f6\u00dft wei\u00dfen Rauch aus, der lange sichtbar bleibt.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eWas hat er vor, der Drache Kemtrell?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eEr steht im Dienst des m\u00e4chtigen K\u00f6nigs Monsanto von Bayer. Er bespr\u00fcht mit seinem Gift alle Ackerb\u00f6den der Welt, um Saatgut unbrauchbar zu machen. Das Saatgut des K\u00f6nigs Monsanto dagegen ist gegen das Drachengift immun. Er will noch reicher werden, als er schon ist, und den Bauern sein Saatgut verkaufen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eDas wissen Sie alles aus Ihrem ABC-Buch?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eAber nein. Das wei\u00df ich alles von meiner Frau.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eDas wei\u00df er alles von mir,\u201c best\u00e4tigte die Frau.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eUnd woher wei\u00df die Frau das?\u201c wollte er wissen, ohne sich direkt an den Mann oder die Frau zu wenden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Frau wurde rot und zog einen kleinen viereckigen flachen Gegenstand aus der Rocktasche. Sie hielt ihn hoch. \u201eDaher!\u201c sagte sie.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eWas ist das denn?\u201c fragte ihr Mann. \u201eDas kenne ich ja gar nicht.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eKein Wunder, dass Du das nicht kannst. Du steckst ja den ganzen Tag mit deiner Nase in Deinem dummen Buch, in dem Du nicht weiter kommst. Dein vieles Geld gibst Du vor lauter Studieren nicht aus, also tue ich das. Ich habe mir ein Smartphone gekauft und lasse mich von ihm unterhalten. Lesen oder gar schreiben muss man dabei nicht k\u00f6nnen, nur wischen. Und schon bekommt man von \u00fcberall her interessante Neuigkeiten, von WhatsApp, Facetime, Instagram, TikTok und noch viel mehr.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eDas klingt wunderbar!\u201c Krebs, der sich Doktor Allwissend nannte, war beeindruckt. \u201eSo einen Apparat will ich auch haben. Dann bin ich \u00fcber die Welt informiert und muss mich nicht mehr mit dem ABC-Buch herumqu\u00e4len. Frau, ich bin beeindruckt!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In diesem Moment erschien Gretel, um anzuk\u00fcndigen, dass sie jetzt das Essen servieren werde, es sei denn, die Herrschaften h\u00e4tte Appetit auf verkohlten Gockel, aber sie k\u00f6nne alle H\u00fchner auch selber essen. Gleichzeitig war die T\u00fcrklingel zu h\u00f6ren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eGretel, \u00f6ffne die T\u00fcr f\u00fcr meinen dritten Gast, und dann kannst Du auftragen\u201c, wurde sie angewiesen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eSind hier alle gesund, oder ist ein Kranker unter Euch?\u201c Ein d\u00fcnner Mann trat ein, die gewohnte Frage auf den Lippen. Alle versicherten, gesund zu sein.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eGuten Abend, Kollege!\u201c dr\u00f6hnte Krebs dann. \u201eHaben Sie in der letzten Zeit viele Kranke geheilt?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Er meinte die Bemerkung nicht b\u00f6se, aber er erregte den Zorn des \u00fcbel gelaunten Neuank\u00f6mmlings.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eWie Sie wissen sollten, praktiziere ich nicht mehr. Und Sie, Krebs, haben noch nie praktiziert. Sie sind nichts anderes als ein Hochstapler, der eine Kinderfibel unter dem Arm tr\u00e4gt und reich ist, weil er mit mehr Gl\u00fcck als Verstand einmal eine Diebesbande enttarnt hat.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Er lie\u00df sich auf einen Stuhl am Tisch fallen und wandte sich an den Gastgeber. \u201eIch bitte um Verzeihung, aber ich glaube, ich bin ihm gerade wieder begegnet. Haben Sie vielleicht ein Glas Wein f\u00fcr mich?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gretel lie\u00df sich nicht lange bitten. Der Mann kippte den Wein in einem Zug hinunter. Danach wollte die K\u00f6chin das Essen servieren, aber der Hausherr bedeutete ihr, noch zu warten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eWem sind Sie wieder begegnet?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eDem Gevatter.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eEinem Paten Ihres Kindes?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eDem Paten meines J\u00fcngsten. Niemand wollte Gevatter stehen, ich hatte zu viele Kinder und war arm. Da habe ich getr\u00e4umt, wen ich fragen sollte: Den ersten, den ich am n\u00e4chsten Morgen treffen w\u00fcrde.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eUnd?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eEr war bereit, und er machte mich zu einem Heiler. Nicht zu einem Arzt, denn ich verstehe nichts von der medizinischen Kunst. Er gab mir ein Heilwasser, das alles vermochte. Fast alles.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eFast alles?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eDie Entscheidung, wer mit dem Wasser geheilt werden konnte und wer nicht, lag nicht bei mir. Jedesmal war der Tod mit dabei. Ich hab mich stets an seine Anweisungen gehalten. Einmal wollte ich dem Paten erz\u00e4hlen, wie es mir bisher ergangen ist, und habe ihn in seinem Haus besucht. Dort war es unheimlich, es war ein schauriges Spukhaus, und er selbst hatte lange H\u00f6rner auf dem Kopf. Er hat das aber geleugnet und gesagt: \u201aEi, das ist nicht wahr!\u2018 Und eben gerade steht er hier vor Ihrer T\u00fcr\u2026\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eDer Teufel?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eDer Teufel?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eDer Teufel?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eDer Teufel?\u201c Fragte alle vier wie aus einem Munde.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gretel erholte sich als erste.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eDie H\u00fchnchen!\u201c mahnte sie. \u201eEs ist Zeit zum Essen!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eDu hast recht. Trag auf. Und iss mit uns \u2013 allein in der K\u00fcche schmeckt es Dir bestimmt nicht so gut wie in Gesellschaft.\u201c<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><a href=\"https:\/\/baerdel.de\/maerchen\/wp-content\/uploads\/Otto_Ubbelohde_-_Doktor_Allwissend.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"539\" height=\"400\" src=\"https:\/\/baerdel.de\/maerchen\/wp-content\/uploads\/Otto_Ubbelohde_-_Doktor_Allwissend.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1667\" srcset=\"https:\/\/baerdel.de\/maerchen\/wp-content\/uploads\/Otto_Ubbelohde_-_Doktor_Allwissend.jpg 539w, https:\/\/baerdel.de\/maerchen\/wp-content\/uploads\/Otto_Ubbelohde_-_Doktor_Allwissend-300x223.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 539px) 100vw, 539px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Man schmauste. Die K\u00f6chin war gierig. Sie verschluckte sich an einem Kn\u00f6chelchen und rang nach Luft. R\u00f6chelte. Griff sich an den Hals. Lief rot an. Wurde aschfahl im Gesicht. Ruderte mit den Armen in der Luft herum.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eSo tut doch was!\u201c schrie die Frau Krebs.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Doktor Allwissend steckte die Nase in sein ABC-Buch und tat, als g\u00e4be es ihn nicht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Hausherr tastete mit der linken Hand nach seiner rechten, aber der dritte Gast warnte ihn: \u201eHalt!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eWieso? Dieser Lappen an meiner Hand\u2026\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201e\u2026verrichtet nichts gegen den Willen des Teufels. Tod und Teufel stehen zu F\u00fc\u00dfen der K\u00f6chin. Das hei\u00dft, dass sie sterben muss. Wir m\u00fcssen den h\u00f6heren M\u00e4chten gehorchen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eAber warum gerade Gretel? Warum keiner von uns? Wir sind alle drei Hochstapler, und die Krebsin ist dumm wie Bohnenstroh, was eine Beleidigung f\u00fcr Bohnenstroh ist.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gretel tat ihren letzten r\u00f6chelnden Atemzug.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eHaben Sie wirklich keine Ahnung? Tod und Teufel, die Herren dieser Welt, k\u00f6nnen unsereinen gut vertragen: Betr\u00fcger und Hochstapler. Dumme und Leichtgl\u00e4ubige. Aber Menschen wie Gretel, die den Zusammenhang von Ursache und Wirkung kennen und sich selbst genug sind? Die brauchen sie nicht.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Er sprach nie wieder eine Einladung aus. Er hatte n\u00e4mlich keine K\u00f6chin mehr.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">November 23<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Blick in den Kalender zeigte ihm, dass es wieder so weit war: Er bekam Besuch wie an jedem ersten Mittwoch im Monat, und er erwartete stets dieselben G\u00e4ste zu seinem jour fixe. Zwar war er des Rituals l\u00e4ngst \u00fcberdr\u00fcssig, aber immer nur mit sich allein sein mochte er auch nicht. Und: Wen sonst h\u00e4tte&hellip; <a class=\"more-link\" href=\"https:\/\/baerdel.de\/maerchen\/2023\/12\/aerzte\/\"><span class=\"screen-reader-text\">\u00c4rzte<\/span> weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_crdt_document":"","footnotes":""},"categories":[34],"tags":[],"class_list":["post-1665","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-grimmbaerdel","entry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/baerdel.de\/maerchen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1665","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/baerdel.de\/maerchen\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/baerdel.de\/maerchen\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/baerdel.de\/maerchen\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/baerdel.de\/maerchen\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1665"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/baerdel.de\/maerchen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1665\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1668,"href":"https:\/\/baerdel.de\/maerchen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1665\/revisions\/1668"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/baerdel.de\/maerchen\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1665"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/baerdel.de\/maerchen\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1665"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/baerdel.de\/maerchen\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1665"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}