{"id":1324,"date":"2020-12-04T15:46:02","date_gmt":"2020-12-04T13:46:02","guid":{"rendered":"https:\/\/baerdel.de\/maerchen\/?p=1324"},"modified":"2020-12-10T18:59:54","modified_gmt":"2020-12-10T16:59:54","slug":"ueberbau","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/baerdel.de\/maerchen\/2020\/12\/ueberbau\/","title":{"rendered":"\u00dcberbau"},"content":{"rendered":"\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>\u201eIn der gesellschaftlichen Produktion ihres Lebens gehen die Menschen bestimmte, notwendige, von ihrem Willen unabh\u00e4ngige Verh\u00e4ltnisse ein, Produktionsverh\u00e4ltnisse, die einer bestimmten Entwicklungsstufe ihrer materiellen Produktivkr\u00e4fte entsprechen. Die Gesamtheit dieser Produktionsverh\u00e4ltnisse bildet die \u00f6konomische Struktur der Gesellschaft, die reale Basis, worauf sich ein juristischer und politischer \u00dcberbau erhebt und welcher bestimmte gesellschaftliche Bewu\u00dftseinsformen entsprechen\u2026Mit der Ver\u00e4nderung der \u00f6konomischen Grundlage w\u00e4lzt sich der ganze ungeheure \u00dcberbau langsamer oder rascher um.\u201c<\/p><cite>Karl Marx, Zur Kritik der Politischen \u00d6konomie (Vorwort). in: MEW Bd. 13, S. 8f, Berlin 197<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-large\"><a href=\"https:\/\/baerdel.de\/maerchen\/wp-content\/uploads\/P1120429-scaled.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/baerdel.de\/maerchen\/wp-content\/uploads\/P1120429-1024x768.jpg\" alt=\"PD Dr. Kulle\" class=\"wp-image-1184\" srcset=\"https:\/\/baerdel.de\/maerchen\/wp-content\/uploads\/P1120429-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/baerdel.de\/maerchen\/wp-content\/uploads\/P1120429-300x225.jpg 300w, https:\/\/baerdel.de\/maerchen\/wp-content\/uploads\/P1120429-768x576.jpg 768w, https:\/\/baerdel.de\/maerchen\/wp-content\/uploads\/P1120429-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/baerdel.de\/maerchen\/wp-content\/uploads\/P1120429-2048x1536.jpg 2048w, https:\/\/baerdel.de\/maerchen\/wp-content\/uploads\/P1120429-1200x900.jpg 1200w, https:\/\/baerdel.de\/maerchen\/wp-content\/uploads\/P1120429-1980x1485.jpg 1980w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><figcaption>PD Kulle<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der h\u00e4ufige Rekurs auf dieses Zitat k\u00f6nnte als peinlich gelten, beinhalteten die oben bereits in anderen Untersuchungen angef\u00fchrten S\u00e4tze nicht so mannigfaltige Denkanst\u00f6\u00dfe. Aktuell ist uns der Siegeszug von Sars-CoV2 \u00fcber den Globus Anlass, die durch das Virus initiierten sozial-\u00f6konomischen Ver\u00e4nderungen zu betrachten. Dabei geht es an dieser Stelle nicht um eine umfassende Analyse, die wir uns f\u00fcr sp\u00e4ter vorbehalten<span id='easy-footnote-1-1324' class='easy-footnote-margin-adjust'><\/span><span class='easy-footnote'><a href='https:\/\/baerdel.de\/maerchen\/2020\/12\/ueberbau\/#easy-footnote-bottom-1-1324' title='&amp;nbsp;Der Chef sammelt daf\u00fcr schon eifrig Material. Die Sekret\u00e4rin'><sup>1<\/sup><\/a><\/span>, sondern um den Aspekt der Umw\u00e4lzung des gesellschaftlichen \u00dcberbaus im Bereich der Kultur in Dehland.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein R\u00fcckblick sei gestattet auf den Umbruch, den der Beitritt der Deutschen Demokratischen Republik zur Bundesrepublik Deutschland vor 30 Jahren bewirkte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In der DDR gab es zuletzt 18.118 Bibliotheken; wenn man Gewerkschafts- und Betriebseinrichtungen hinzuz\u00e4hlt, kommt man sogar auf 32.000. 84% der DDR-B\u00fcrger gaben seinerzeit an, deren Angebot zu nutzen oder genutzt zu haben, w\u00e4hrend es in der alten Bundesrepublik 46% waren. Auch kurze Zeit nach der \u201eWende\u201c war die Diskrepanz im Leseverhalten noch signifikant: 68% der Ostdeutschen behaupteten 1992, mindestens ein Mal pro Woche ein Buch zu lesen, w\u00e4hrend es in Westdeutschland 46%<span id='easy-footnote-2-1324' class='easy-footnote-margin-adjust'><\/span><span class='easy-footnote'><a href='https:\/\/baerdel.de\/maerchen\/2020\/12\/ueberbau\/#easy-footnote-bottom-2-1324' title='&amp;nbsp;&amp;nbsp;Die Annahme, die Westdeutschen h\u00e4tten nur aus Bibliotheken ausgeliehene B\u00fccher gelesen, ist verf\u00fchrerisch naheliegend, aber mit hoher Wahrscheinlichkeit irrig.'><sup>2<\/sup><\/a><\/span> waren. Bis zum Jahr 2008 hatte sich das Leseverhalten zwischen Ost- und Westdeutschen bereits weitgehend angeglichen, und zwar auf r\u00fcckl\u00e4ufigem Niveau. W\u00f6chentliche Buchlekt\u00fcre geh\u00f6rte nur noch bei 42 Prozent der Ostdeutschen zur Besch\u00e4ftigung, bei Westdeutschen waren es 43 Prozent.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wenn wir auf die Zahl der Bibliotheken in Gesamtdeutschland schauen, stellen wir seit Jahren einen Schwund fest. 2019 gab es insgesamt rund 9.300 \u00f6ffentliche und wissenschaftliche Bibliotheken, zehn Jahre zuvor waren es noch knapp 11.000. W\u00e4hrend die Anzahl der wissenschaftlichen Bibliotheken Schwankungen unterworfen ist, verzeichnen die \u00f6ffentlichen Bibliotheken einen stetigen j\u00e4hrlichen R\u00fcckgang.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Man mag einwenden, dass Lesen eine individuelle T\u00e4tigkeit ist, \u00fcber deren Aus\u00fcbung oder Nichtaus\u00fcbung die Menschen autonom entscheiden k\u00f6nnen, so sie nicht (freiwillig oder gezwungenerma\u00dfen) in einer Bildungseinrichtung agieren, die Buchwissen von ihnen fordert. Die obige Skizze \u00fcber das Bibliothekswesen in BRD und DDR legt allerdings nahe, dass \u00f6ffentliches Angebot bzw. Nichtangebot das Leseverhalten aktiv<span id='easy-footnote-3-1324' class='easy-footnote-margin-adjust'><\/span><span class='easy-footnote'><a href='https:\/\/baerdel.de\/maerchen\/2020\/12\/ueberbau\/#easy-footnote-bottom-3-1324' title='&amp;nbsp;&amp;nbsp;Der Chef behauptet allen Ernstes, im aktuell angesagten Neudeutsch h\u00e4tte er mir hier statt \u201eaktiv\u201c \u201epro-aktiv\u201c diktieren m\u00fcssen. Echt jetzt? Die Sekret\u00e4rin'><sup>3<\/sup><\/a><\/span> beeinflussen kann, positiv&nbsp;<span id='easy-footnote-4-1324' class='easy-footnote-margin-adjust'><\/span><span class='easy-footnote'><a href='https:\/\/baerdel.de\/maerchen\/2020\/12\/ueberbau\/#easy-footnote-bottom-4-1324' title='&amp;nbsp;Wir argumentieren hier rein quantitativ. Die Existenz der Zensur in der DDR und das ideologisch beschr\u00e4nkte Kunstverst\u00e4ndnis stellen zweifellos ein \u00c4rgernis dar.'><sup>4<\/sup><\/a><\/span> wie auch negativ.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es bietet sich an zu untersuchen, ob dergleichen Korrelationen ebenfalls f\u00fcr andere Bereiche des k\u00fcnstlerischen \u00dcberbaus gelten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch der Blick auf die Theaterlandschaft beider deutscher Staaten f\u00e4llt quantitativ zugunsten der DDR aus. 213 Theater leistete man sich, und in den \u00fcber 2000 Kulturh\u00e4usern des Landes befanden sich in der Regel Theaters\u00e4le, die auch f\u00fcr Gastspiele genutzt wurden. Dem stehen heute in Gesamtdeutschland 142 Staatstheater, Stadttheater und Landesb\u00fchnen sowie 199 Privattheater gegen\u00fcber. 213 Theater f\u00fcr 16, maximal 18 Millionen Einwohner stehen 341 B\u00fchnen f\u00fcr mehr als 80 Millionen gegen\u00fcber.<span id='easy-footnote-5-1324' class='easy-footnote-margin-adjust'><\/span><span class='easy-footnote'><a href='https:\/\/baerdel.de\/maerchen\/2020\/12\/ueberbau\/#easy-footnote-bottom-5-1324' title='Der j\u00fcngere menschliche Leser greife hier zum Handy und nutze die Taschenrechnerfunktion, der \u00e4ltere wird die Relationen noch im Kopf \u00fcberschlagen k\u00f6nnen.'><sup>5<\/sup><\/a><\/span><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die \u00f6ffentliche dehl\u00e4ndische Hand l\u00e4sst sich die bestehenden kulturellen Einrichtungen aktuell einiges kosten, denn Eintrittspreise bzw. Geb\u00fchren decken die Ausgaben nicht. Nur ein Beispiel: Eine Eintrittskarte in die M\u00fcnchner Philharmonie kostete ohne Subventionen 100 Euro im Schnitt mehr. Bund, L\u00e4nder und Gemeinden geben cum grano salis j\u00e4hrlich zehn Milliarden Euro f\u00fcr Kulturzusch\u00fcsse aus.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Warum und wof\u00fcr tut man das?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">H\u00f6ren wir Wolfgang Thierse, der unter anderem Vorsitzender des SPD-Kulturforums und auch Pr\u00e4sident und Vizepr\u00e4sident des Deutschen Bundestages war: \u201eSozialtransfers allein werden die Situation&nbsp;<span id='easy-footnote-6-1324' class='easy-footnote-margin-adjust'><\/span><span class='easy-footnote'><a href='https:\/\/baerdel.de\/maerchen\/2020\/12\/ueberbau\/#easy-footnote-bottom-6-1324' title='Gemeint ist die Situation des Prekariats, gemeint sind nicht die Subventionen etwa f\u00fcr Automobilkonzerne.'><sup>6<\/sup><\/a><\/span> nicht verbessern, es kommt vielmehr gerade auf Teilhabe an Bildung und Kultur an.\u201d Dergleichen Aussagen lassen sich aus Politikermund h\u00e4ufig vernehmen. Staatliche F\u00f6rderung f\u00fcr Kultur gilt in Dehland als zwingend notwendiger Bestandteil des Sozialstaats, zumindest in Sonntagsreden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bleibt zu fragen, welcher Kulturbegriff hier gemeint ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die bed\u00fcrftigen Empf\u00e4nger von Sozialtransfers wie die Empf\u00e4nger des Arbeitslosengeldes II<span id='easy-footnote-7-1324' class='easy-footnote-margin-adjust'><\/span><span class='easy-footnote'><a href='https:\/\/baerdel.de\/maerchen\/2020\/12\/ueberbau\/#easy-footnote-bottom-7-1324' title='&amp;nbsp;vulgo: Hartz IV'><sup>7<\/sup><\/a><\/span>, lassen sich im Theater auff\u00e4llig selten blicken. Das d\u00fcrfte am Geld allein nicht liegen, kostet ein umfangreiches Pay-TV-Angebot doch mehr als 40 Euro im Monat, die auch von Geringverdienern erstaunlich h\u00e4ufig gezahlt werden. Das liegt stattdessen daran, dass der gef\u00f6rderte Kulturbetrieb die tats\u00e4chliche Nachfrage nach Kultur ignoriert, dass er den B\u00fcrger kulturell entm\u00fcndigt. Der Staat erkl\u00e4rt dem B\u00fcrger, was gute und was schlechte Kunst ist. Der hierdurch adressierte \u201eB\u00fcrger\u201c stellt aber nur ein kleines Segment der Bev\u00f6kerung dar: Er ist Angeh\u00f6riger der Mittelschicht mit einer relativ hohen formalen Bildung und einem relativ hohen Alter, der unsicher genug ist, sich von Dramaturgen bevormunden zu lassen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dergleichen Strukturen sollen die Ausgaben des Staaes, der sich als M\u00e4zen geriert, legitimieren; sie delegitimieren jedoch die Kunst, weil sie nicht dem Geschmack der Menschen entspricht. Sensiblere Naturen als Thierse d\u00fcrften das seit geraumer Zeit sp\u00fcren und nicht wie er sagen: \u201eUnser Wohlstand h\u00e4ngt von der H\u00f6he der \u00f6ffentlichen Investitionen in Kultur ab\u201d, sondern eher: \u201eDer staatliche Paternalismus muss ein Ende haben; die Kunst geht nach Brot, ja, aber nach dem Brot, das das Publikum zahlt.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und dann kommt Corona \u2013 und damit das Ende der B\u00fchnen-Kultur.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Virus l\u00e4hmt die gesellschaftliche Produktion des Lebens der Menschen partiell oder nahezu v\u00f6llig, aber ein totaler \u201eShutdown\u201c oder \u201eLockdown\u201c ist nur auf begrenzte Zeit m\u00f6glich, will man soziale Unruhen&nbsp;<span id='easy-footnote-8-1324' class='easy-footnote-margin-adjust'><\/span><span class='easy-footnote'><a href='https:\/\/baerdel.de\/maerchen\/2020\/12\/ueberbau\/#easy-footnote-bottom-8-1324' title='Die k\u00f6nnen von gewaltt\u00e4tigen Demostrationen mit Aluh\u00fcten \u00fcber Pl\u00fcnderungen bis zu B\u00fcrgerkriegsk\u00e4mpfen reichen.'><sup>8<\/sup><\/a><\/span> vermeiden. Auch bei steigenden Infektionszahlen wird, nachdem die Pandemie seit einigen Monaten gew\u00fctet hat, versucht, Produktion, Distribution und Konsum \u201ewichtiger G\u00fcter\u201c aufrecht zu erhalten. Das gilt auch f\u00fcr den Bildungssektor: Schulpflichtige Kinder sind die entscheidenden Wirtschaftssubjekte von morgen und deren Eltern die von heute. Also wird der Pr\u00e4senzunterricht allen medizinischen Empfehlungen zum Trotz qua ministerieller Anordnung erzwungen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Andere Bereiche sind dagegen nicht \u201esystemrelevant\u201c: Freizeiteinrichtungen, und dazu z\u00e4hlen eben auch Kultureinrichtungen. Aber Freizeit ist nicht gleich Freizeit: Der Besuch einer Shopping-Mall ist systemrelevant&nbsp;<span id='easy-footnote-9-1324' class='easy-footnote-margin-adjust'><\/span><span class='easy-footnote'><a href='https:\/\/baerdel.de\/maerchen\/2020\/12\/ueberbau\/#easy-footnote-bottom-9-1324' title='Er generiert Steuern.'><sup>9<\/sup><\/a><\/span>, der Besuch eines Sinfoniekonzertes kostet den Steuerzahler nur Geld, wegen der Subventionierung der Eintrittskarten. Teile des gesellschaftlichen \u00dcberbaus wie das Theater haben ihren historischen Zenit \u00fcberschritten, zumindest in der Form, in der es heute misshandelt wird.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eIst das Kunst, oder kann das weg?\u201c Diese lustig daherkommende Frage, in der die Verachtung f\u00fcr Kunst bereits un\u00fcberh\u00f6rbar ist, kann endlich in eine Aussage umformuliert werden: \u201eDas ist Kunst, also kann das weg.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Anders lagen die Dinge in der DDR: Theater- und Lesekultur waren systemrelevant, weil der Mensch nicht nur als Wirtschaftssubjekt gedacht wurde, das sein Fressen verdiente, sondern als ein Wesen mit sozialistischer Moral. Der Wismut-Kumpel fluchte, weil er mit seiner Brigade nicht nur nach Uran sch\u00fcrfen, sondern auch am Abend mit ihr ins Kulturhaus gehen musste \u2013 aber er ging, und manchmal fand er die Darbietung sogar interessant. Da das in stalinistischen Strukturen verkrustete System aber nicht in der Lage war, au\u00dfer linientreuer Kunst auch Bananen, Reise- und Gedankenfreiheit bereitzustellen, weigerte sich der DDR-B\u00fcrger, ein neuer Mensch zu werden. Er wurde stattdessen Konsument.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wer emp\u00f6rt sich heute \u00fcber die Erdrosselung der B\u00fchnenkultur wirklich au\u00dfer den immer noch unerm\u00fcdlichen Sonntagsrednern? Nat\u00fcrlich die K\u00fcnstler<span id='easy-footnote-10-1324' class='easy-footnote-margin-adjust'><\/span><span class='easy-footnote'><a href='https:\/\/baerdel.de\/maerchen\/2020\/12\/ueberbau\/#easy-footnote-bottom-10-1324' title='&amp;nbsp;Oder, wie sie jetzt oft genannt werden, die Kunstschaffenden. Die Kunst-Schaffenden?'><sup>10<\/sup><\/a><\/span>, denen der Broterwerb genommen wurde. Und sonst? Die Millenials wird der Verlust nicht auf die Barrikaden treiben, sie treiben zu Recht die Fragen nach ihrer Zukunft um. Die Theaterbesucher werden auch keine Steine aus dem Pflaster rei\u00dfen, dazu sind sie zu alt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Manchmal w\u00e4lzt sich der ganze ungeheure \u00dcberbau nicht langsamer, sondern rascher um.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dezember 2020<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eIn der gesellschaftlichen Produktion ihres Lebens gehen die Menschen bestimmte, notwendige, von ihrem Willen unabh\u00e4ngige Verh\u00e4ltnisse ein, Produktionsverh\u00e4ltnisse, die einer bestimmten Entwicklungsstufe ihrer materiellen Produktivkr\u00e4fte entsprechen. Die Gesamtheit dieser Produktionsverh\u00e4ltnisse bildet die \u00f6konomische Struktur der Gesellschaft, die reale Basis, worauf sich ein juristischer und politischer \u00dcberbau erhebt und welcher bestimmte gesellschaftliche Bewu\u00dftseinsformen entsprechen\u2026Mit der Ver\u00e4nderung&hellip; <a class=\"more-link\" href=\"https:\/\/baerdel.de\/maerchen\/2020\/12\/ueberbau\/\"><span class=\"screen-reader-text\">\u00dcberbau<\/span> weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_crdt_document":"","footnotes":""},"categories":[9,22],"tags":[],"class_list":["post-1324","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-kulle3-2","category-oekonomische-marginalien","entry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/baerdel.de\/maerchen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1324","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/baerdel.de\/maerchen\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/baerdel.de\/maerchen\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/baerdel.de\/maerchen\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/baerdel.de\/maerchen\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1324"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/baerdel.de\/maerchen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1324\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1333,"href":"https:\/\/baerdel.de\/maerchen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1324\/revisions\/1333"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/baerdel.de\/maerchen\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1324"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/baerdel.de\/maerchen\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1324"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/baerdel.de\/maerchen\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1324"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}